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Cindy schmeckt der lange Schultag

Von MARIA WADENPOHL, 15.08.06, 07:22h

Der Startschuss für den Ganztagsbetrieb der Städtischen Hauptschule Am Hammer fiel gegen Mittag mit Pizzabaguette, Salat und Bohnen für rund 50 hungrige Schülerinnen und Schüler.

BILD: RALF KRIEGER
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Salat und Pizza-Baguette gab es am ersten Ganztags-Schultag in der Hauptschule. Den Schülern hat's geschmeckt.
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Salat und Pizza-Baguette gab es am ersten Ganztags-Schultag in der Hauptschule. Den Schülern hat's geschmeckt.
Leichlingen - Der Startschuss für den Ganztagsbetrieb der Städtischen Hauptschule Am Hammer fiel gestern gegen Mittag mit Pizzabaguette, frischem Salat und roten Bohnen für rund 50 hungrige Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse. Insgesamt werden ab dieser Woche 90 Jungen und Mädchen auch nachmittags unterrichtet. Und die wollen mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden. „Das Essen kostet 2,50 Euro und ist freiwillig“, erzählt Schulleiterin Iris Mybes“, „manche Familien, die mehrere Kinder auf unserer Schule haben, können den Betrag nicht aufbringen. Sie sollen ihren Kindern etwas zu essen mitgeben.“

„Ist lecker“, urteilt die zehnjährige Cindy nach ihrem Baguette. Sie findet es prima, dass sie jetzt auch nachmittags in der Schule bleiben kann. „Hier ist es besser als zu Hause“, sagt sie, „weil mich da immer mein Bruder ärgert.“ Mindestens bis 15.50 Uhr hat Cindy jetzt Ruhe vor der Nervensäge namens Bruder. Nur dienstags gibt es keinen Nachmittagsunterricht. Dann konferieren die Lehrkräfte.

Während die einen noch kauen, sind die anderen bereits draußen und toben. Spiele an der frischen Luft gehören an diesem Tag ebenso zum Angebot in der Pause zwischen Vor- und Nachmittagsunterricht wie das „Ruhige Entspannen“ in einem Klassenzimmer oder ein Zirkus-Workshop im anderen. Aber auch auf den Fluren wuseln Kinder durch die Gegend. Sie lachen, unterhalten sich oder versuchen sich im Jonglieren mit bunten Tüchern. „Ich selbst bin noch nicht zum Luftholen gekommen“, erzählt Lehrerin Hüri Köse. Sie zeigt den Schülern, wie man Teller auf einem Stock tanzen lässt oder mit einem Diabolo umgeht. Nach der einstündigen (Schüler-) Mittagspause geht auch für sie der Unterricht weiter.

Unterdessen ist Käthi Maslo froh, dass die hungrigen Mäuler versorgt sind. Die Pädagogin kümmert sich um die Organisation rund um den Mittagstisch. Donnerstags verkauft sie Essensmarken für die folgende Woche und erledigt am Nachmittag die entsprechenden Einkäufe. Zubereitet werden die Gerichte vorerst von einer Küchenkraft, längerfristig soll der Verein „Lebenshilfe“ den Mittagstisch übernehmen. Für Freitagnachmittag ist ein Förderprogramm des Katholischen Jugendbildungswerks geplant. „Noch ist alles sehr provisorisch“, meint Mybes.

Gegen Ende 2007 sollen die Umbauarbeiten der naturwissenschaftlichen Räume zu einem größeren Mehrzweckraum und dem Lehrerzimmer, das einer Profiküche weichen soll, abgeschlossen sein. „Dann haben wir auch schon mehr Erfahrungen mit der Ganztagsschule.“



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