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Kleiner Junge rettet Familie

Von RALF ROHRMOSER-VON GLASOW, 16.08.06, 07:12h

Windeck - Kurz nach fünf Uhr hörten die Eltern das Weinen ihres Sohnes. Dann entdeckte der Vater das Feuer im Holzanbau. Das Einfamilienhaus brennt völlig nieder.

BILD: RVG
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Vor dem Nichts steht eine Familie aus Windeck. Ihr Haus brannte fast vollständig aus, die Ursache ist unklar.
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Vor dem Nichts steht eine Familie aus Windeck. Ihr Haus brannte fast vollständig aus, die Ursache ist unklar.
Windeck - Verkohlte Dachbalken ragen in den Himmel. Die Hauswände sind niedergebrannt, wie dunkle Höhlen klaffen darin die Fensteröffnungen: Von dem kleinen Fertighaus mit dem gerade errichteten Anbau ist nur noch eine Ruine übrig. Ein Großfeuer hat gestern Morgen das freistehende Einfamilienhaus an der Schmalgasse in Kohlberg völlig zerstört.

Vermutlich hat ein Kind der Familie, die dort wohnte, das Leben gerettet. Kurz nach fünf Uhr waren die Eltern vom Weinen ihres zweieinhalb Jahre alten Sohnes Alex wach geworden. Als der 40 Jahre alte Vater in das Kinderzimmer kam, war der Raum bereits voller Qualm. In dem Rohbau des Holzanbaus, der gerade an dem älteren Anwesen errichtet wurde, loderte das Feuer. Der Durchbruch zum Zimmer des Zweieinhalbjährigen war mit einer Plastikplane abgedichtet.

Sofort alarmierte der Mann Polizei und Feuerwehr. Dann rettete er sich mit seiner 34 Jahre alten Frau und dem kleinen Jungen ins Freie. Als kurz darauf Gemeindebrandinspektor Peter Ermert als Erster der 50 Feuerwehrleute eintraf, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach und aus allen Fenstern. Das Feuer hatte sich schon auf das Haupthaus in Fertigbauweise ausgedehnt.

Feuerwehrmann verletzt

Die Einsatzkräfte konnten nicht verhindern, das das Gebäude fast vollständig ausbrannte. „Die jungen Leute hatten sich doch so gefreut, das bald alles fertig ist“, sagte ein Nachbar. Das Baustellenschild hing im Dämmerlicht am Zaun des Grundstücks.

Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar, Ermittler des zuständigen Kommissariats haben sich die Unglücksstelle aber bereits angesehen. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehr als 150 000 Euro. Die Familie konnte bei Verwandten unterkommen. Die Großeltern wohnen in direkter Nachbarschaft in einem Holzhaus, das durch die Hitze kaum beschädigt worden ist. Lediglich eine Scheibe platzte. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.



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