Erstellt 08.08.06, 18:17h
Eine Gruppe von zeitweise bis zu 20 Soldaten sei schon eine Woche nach Kriegsausbruch Mitte Juli in der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Beirut als Krisenunterstützungsteam tätig gewesen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin. Am vergangenen Freitag seien die letzten sieben Bundeswehr-Soldaten nach Deutschland zurückgekehrt. Sie hätten die Botschaftsmitarbeiter bei der Vorbereitung von Evakuierungsmaßnahmen für den Notfall beraten. "Das wird auch bei anderen Botschaften durchgeführt - immer dann, wenn eine Krisensituation zu erwarten oder bereits eingetreten ist."
Nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) waren die deutschen Soldaten unbewaffnet. Ihr Einsatz habe daher nicht vom Bundestag abgesegnet werden müssen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Wochen mehr als 6000 deutsche Staatsbürger aus dem umkämpften Land in Sicherheit gebracht. Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz liefern sich seit vier Wochen einen Krieg, bei dem auf beiden Seiten über 1000 Menschen ums Leben gekommen sind. Die Kämpfe gingen auch am Dienstag mit unverminderter Härte weiter.
(rtr)
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