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Betriebsrat in Bedrängnis

Von PETER BERGER, 29.08.06, 06:45h

Bei der Suche nach einem neuen Zoodirektor als Nachfolger von Gunther Nogge geht es längst nicht mehr um die Frage, ob der nach der Absage des Duisburgers Achim Winkler „hausinterne“ Kandidat Theo Pagel ausreichend qualifiziert ist oder nicht.

Bei der Suche nach einem neuen Zoodirektor als Nachfolger von Gunther Nogge geht es längst nicht mehr um die Frage, ob der nach der Absage des Duisburgers Achim Winkler „hausinterne“ Kandidat Theo Pagel ausreichend qualifiziert ist oder nicht. Vielmehr ist die Schlammschlacht der Nogge-Befürworter und Gegner in vollem Gange.

Dass die Zooschule jetzt mit einer informellen Befragung an die Öffentlichkeit geht, nach der die Mehrheit der Zoo-Mitarbeiter für Pagel als neuen Chef votiert, bringt den Betriebsrat in Bedrängnis. Er muss sich fragen lassen, ob er tatsächlich die Interessen der Zoo-Beschäftigten vertritt, wenn er sich nach der Absage von Winkler weiter gegen Pagel ausspricht.

Diese Frage stellt sich der Betriebsrat aber nicht, zweifelt stattdessen lieber das Ergebnis der Befragung an und spricht von einer Störung des Betriebsfriedens. Er hätte ja auch selbst auf die Idee kommen können, bei den Beschäftigten des Zoos ein Meinungsbild einzuholen.

Bei den ganzen Querelen fällt eine wichtige inhaltliche Frage völlig unter den Tisch: Kann man die Leitung eines Zoologischen Garten von der Bedeutung Kölns überhaupt noch einem Direktor überlassen? Wo doch wichtige Fragen wie das Zusammengehen mit der Flora zur Entscheidung anstehen. Oder müssen die wissenschaftliche, technische sowie die kaufmännische Verantwortung nicht auf mehrere Schultern verteilt werden? Darüber wird aber nicht diskutiert. Weil es keinen interessiert.



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