Erstellt 10.09.06, 18:41h
Ruppichteroth - Um 14.30 Uhr hatte am Freitagnachmittag ein Angler bemerkt, dass Fische an der Wasseroberfläche nach Luft schnappten; einige waren bereits verendet. Die Feuerwehr bezog daraufhin Position zwischen Ruppichteroth und Ahe. Sie kontrollierte die Zuläufe zur Bröl. Angehörige des Fischereivereins, dem Pächter dieses Streckabschnittes, kamen dazu.
Ralf Schrewe und Karl-Heinz Nagel, Gewässerwarte des Ruppichterother Angelsportvereins, waren entsetzt. „Bei Anglern läuten in solchen Fällen alle Alarmglocken“, erklärte Schrewe. Koppen, die auf der Roten Liste bedrohter Arten stünden, seien Indikatoren für eine hohe Wasserqualität. Womöglich sei nun der ganze Fischbestand gestört.
Die Ursache des Fischsterbens ist bisher ungeklärt. Ferdi Lückerath, Leiter der Feuerwehr Ruppichteroth, erläuterte: Die toten Tiere hätten deutliche Anzeichen von Sauerstoffmangel gezeigt. Es seien Fische in allen Größen angeschwemmt worden. Es handle sich wahrscheinlich „um eine kurzzeitige Verunreinigung, die nun beendet“ sei, vermutete er. Zu Untersuchungen wurden das Ordnungsamt und die Untere Wasserbehörde hinzugezogen. Das staatliche Umweltamt in Köln schickte einen Probenwagen an die Bröl, der Wasser und Fischkadaver mitnahm. Erste Ergebnisse werden heute erwartet. (jkh)
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