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Zukunftsmarkt für Umsteiger

Von SABINE ULBRICH, 11.09.06, 07:13h

Brühl - Mit sozialen Themen und Umwelttechnik machten sich die vielen hundert Besucher vertraut. Wie die Weltverbesserung im 21. Jahrhundert aussehen soll, wurde auf dem Agendamarkt der Möglichkeiten gezeigt.

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Zwei Schauspielerinnen des Brühler Theater Teams präsentierten kurzweilige Sketche.
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Zwei Schauspielerinnen des Brühler Theater Teams präsentierten kurzweilige Sketche.
Brühl - Wie die Weltverbesserung im 21. Jahrhundert (zumindest in Brühl) aussehen soll, zeigten die Agenda 21 und die Stadt auf ihrem fünften Agendamarkt der Möglichkeiten. Erneuerbare Energien, Umwelttechnik, Kultur und Soziales standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. An rund 20 Ständen gab es Informationen, Beratung oder kurzweilige Unterhaltung.

„Ohne Solarenergie geht es nicht mehr“, stellte Detlef Stubbe fest, der die Hürther Firma Solar-Energie-Technik vertrat. „Aufgrund der Endlichkeit von natürlichen Ressourcen und des allgemeinen Ablehnens von Atomkraft stellt die Solartechnik eine Alternative dar, die absolut lautlos, erneuerbar und umweltfreundlich Energie erzeugt.“ Mit Fotovoltaikmodellen und Solarmodulen klärten die Mitarbeiter praxisnah über Solar-Systeme auf. Stubbe: „Weil die Menschen die gestiegenen Rohstoffpreise im eigenen Geldbeutel merken, informieren sich immer mehr bei uns.“

Kay Rahßkopff von den Stadtwerken Brühl beriet am Stadtbus-Stand. „Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, entlastet die Umwelt ungemein. „Deshalb freut es uns, dass wir in den letzten drei Jahren eine Fahrgaststeigerung verzeichnen konnten.“ Mit einem Schnupper-Abo über drei Monate versuchen die Stadtwerke nun, noch mehr Menschen zu bewegen, auf Bus und Bahn umzusteigen.

Leokadia Thiess vom Brühler Theater-Team nutzte im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Brühler Kultur die Möglichkeit, auf ihren Theaterverein aufmerksam zu machen. „Kultur ist Zukunft“, glaubt die gelernte Schauspielerin. Mit 27 Theaterbegeisterten zwischen 17 und 84 Jahren arbeitet sie zurzeit jeden Mittwochabend im Festsaal des Altenpflegeheims Wetterstein. „Wir haben aber noch viel Platz für weitere Hobbyschauspieler“, so Thiess.

Cornelia Linz, Valerie Schulz und Kirstin Schmitz von der Elterninitiative „Gemeinsam lernen“ bastelten mit Kindern an ihrem Stand Nudelketten und informierten über ihre Arbeit. „Uns ist ein durchgängiger Integrationsweg vom Kindergarten über die Grundschule bis hin zur weiterführenden Schule sehr wichtig“, erklärte Schulz. „Viele Eltern reagieren erstmal besorgt, weil sie befürchten, dass ihr eigenes nicht behindertes Kind zu wenig vermittelt bekommen könnte.“ Meist zeige sich aber schnell der Vorteil des zweigleisigen Unterrichts. Kleinere Klassen und zwei Lehrkräfte motivieren zum besseren Lernen für beide Seiten. Zwei Kindergärten und Grundschulen im Stadtgebiet unterstützen das Projekt, aber die Initiative möchte noch eine weiterführende Schule dazugewinnen, damit unter anderem der zehnjährige Jannis, ein Kind mit Down-Syndrom, integrativ weiter unterrichtet werden kann.



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