Erstellt 15.09.06, 08:31h
Die Feuerwehr hatte am Wochenende das Drainagerohr, durch das das Gift in den Bach floss, abgedichtet. Seither ruht die Produktion bei dem Beschlag- und Schlosshersteller Huwil, bis der Schaden lokalisiert und behoben ist. Ein Fachbüro wurde eingeschaltet, um die Bodenbelastungen festzustellen. So lange darf das Werk keine Einleitungen in Kanal oder den Bach vornehmen, sagte Katja Lorenzini. Von der Huwil-Geschäftsführung war keine Stellungnahme zu erhalten. Man wolle den Ermittlungen nicht vorgreifen. Das Unternehmen kooperiere aber mit den Behörden bei der Aufklärung, so Rechtsanwalt Marcus Mosiek.
Wie hoch der Schaden am Ökosystem ist, lässt sich immer noch nicht bewerten. Auf dem Bauhof lagern rund 100 Liter Fischkadaver aller Arten, wobei die Feuerwehr nur Fische ab zehn Zentimeter Größe eingesammelt habe, sagte Peter Halber vom Ordnungsamt der Gemeinde Ruppichteroth. Aber auch die kleinsten sind Fische. Gestern hatte Halber keine neuen Erkenntnisse.
„Der Waldbrölbach ist zwischen Schönenberg und Bröleck tot“, meinte Karl-Heinz Nagel, Gewässerwart des Angelsportvereins Ruppichteroth. Sein Verein werde in diesem Jahr keine Fische mehr einsetzen. Zuerst solle der Bach Gelegenheit haben, sich zu regenerieren. Die Polizei hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Insbesondere geht es um die Frage, ob bei der Einleitung Vorsatz im Spiel war, oder ob es sich um einen Unfall handelt. Zügig will sie ihren Bericht an die Bonner Staatsanwaltschaft weiterleiten. (km / hh)
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