Erstellt 25.09.06, 18:14h
Er habe damit gerechnet, dass der Film polarisieren würde. Eine Tätergeschichte aus dem Migrantenmilieu zu erzählen, könne ein Schritt zur Normalisierung sein, sagte Aladag . "Es gibt Opfer und Täter in allen Ethnien, auch unter Türken. Man muss das erzählen dürfen, ohne sofort die Erklärung für die Sozialisierung einer Figur mitzuliefern." Beim Reden über "Migrantenkriminalität" gebe es in der Bevölkerung ein Bedürfnis nach mehr Selbstverständlichkeit, sagte Aladag: "Es gibt ein Unbehagen, dass man aussprechen möchte, ohne dem Vorwurf des Rassismus ausgesetzt zu sein. Die Dinge beim Namen nennen zu können und den Unmut über bestimmte Zustände zu formulieren hat für eine bestimmte Schicht der Deutschen etwas sehr Befreiendes"
Das vom WDR produzierte Drama "Wut" sollte eigentlich am Mittwoch um 20.15 Uhr in der ARD laufen, wurde jedoch auf Beschluss der Intendanten der ARD auf Freitag um 23.00 Uhr verschoben. Der umstrittene Film schildert, wie ein junger Türke einen deutschen Mitschüler und dessen Familie terrorisiert.
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