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Kugel knapp am Kopf vorbei

Von UDO BEISSEL, 27.09.06, 07:12h

Bergheim-Quadrath-Ichendorf - Eine Bergheimerin saß in ihrem Garten, als ein etwa zwei Zentimeter großes Bleigeschoss nur knapp an ihr vorbeiflog. Die Polizei und Jagdbehörde wurden informiert.

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Dieses Bleigeschoss verfehlte nur knapp den Kopf von Elke Bartsch. Die Kripo sucht jetzt den Schützen.
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Dieses Bleigeschoss verfehlte nur knapp den Kopf von Elke Bartsch. Die Kripo sucht jetzt den Schützen.

Bergheim-Quadrath-Ichendorf - Elke Bartsch hatte es sich im Garten ihres Einfamilienhauses mit einem spannenden Buch gemütlich gemacht, als sie plötzlich mehrere Schüsse hörte. Der 47-Jährigen war bekannt, dass wenige hundert Meter weiter hin und wieder Jäger zur Waffe greifen und auf Feldjagd gehen. „Dort schießen die Jäger auf Hasen oder Tauben“, berichtet die Bergheimerin. Doch als ihr plötzlich ein etwa zwei Zentimeter großes Bleigeschoss etwa 50 Zentimeter am Kopf vorbeiflog, bekam Elke Bartsch es mit der Angst zu tun. „Die Kugel flog gegen die Pergola, prallte ab und blieb hinter einem Blumenkübel liegen. „Ich habe mich so erschrocken, dass ich am ganzen Körper gezittert habe. Auch die Nachbarn, die nebenan auf der Terrasse saßen, bekamen mit, was passiert war. Ich habe dann die Polizei angerufen, die wollten einen Wagen raus zum Feld schicken“, berichtet die Frau weiter.

Elke Bartsch wollte die Sache aber nicht auf sich beruhen lassen. Sie ging zur Polizei, gab das zwei Zentimeter große Bleigeschoss auf der Wache ab und erstattete Strafanzeige. Dazu schrieb sie einen Brief an die Untere Jagdbehörde des Kreises. Bartsch: „Mit ist unverständlich, dass hier überhaupt geschossen werden darf. Hier gibt es im näheren Umfeld Spielplätze, einen Kindergarten und zahlreiche Spaziergänger, die an der Erft entlanglaufen“, wundert sich die 47-Jährige.

Bei der Unteren Jagdbehörde war der Vorfall gestern bekannt. „Es handelt sich um einen gemeinschaftlichen Jagdbezirk, der von zwei Pächtern geführt wird. Jagen ist dort grundsätzlich erlaubt,“ erklärt Michael Sodann, Pressesprecher der Kreisverwaltung.

Jörg Leinen, Pressesprecher der Polizei im Rhein-Erft-Kreis: „Die Ermittlungen nach dem Verursacher laufen noch. Es scheint sich um Jagdmunition zu handeln.“ Einzelheiten müssten jetzt von der Polizei ermittelt werden. Generell erklärte der Polizeibeamte: „Jäger dürfen nur da schießen, wo eine Gefährdung von anderen Menschen ausgeschlossen werden kann.“



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