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Die letzten Bilder der Schwester

Von EVA RULLMANN, 02.10.06, 07:15h

Auf der Photokina wurde der Deutsche Jugendfotopreis verliehen. Die Auszeichnungen gingen auch an Kölner Nachwuchsfotografen. „Alles, was man nicht festhalten kann, kann man mit Fotos festhalten“, sagt Elisa Nissha, die zu den Gewinnern gehört.

Es sind sehr emotionale Bilder, aber auch sehr authentische Fotografien. Sie zeigen ein schwer krankes Mädchen im Krankenhaus: Ihre Eltern sitzen an ihrem Bett, sie hat Infusionen an ihren Armen und Schläuche in der Nase. Elisa Nissha Dietrich hat das letzte Jahr ihrer sterbenden kleinen Schwester, die an einem angeborenen Gendefekt litt, in Bildern festgehalten. Mit diesen Aufnahmen wurde die 23-Jährige eine der Gewinnerin des Deutschen Jugendfotopreises. „Alles, was man nicht festhalten kann, kann man mit Fotos festhalten“, sagt Elisa Nissha.

Die Gewinner des Deutschen Jugendfotopreises wurden gestern auf Photokina ausgezeichnet. In drei verschiedenen Kategorien, der freien Themenwahl, digitale Bilderfindung und WM-Thema „Fußballfieber“ sowie Gruppenpreisen konnten sich die jungen Künstler beweisen.

Damit es auch nicht ungerecht ist, gibt es für die Teilnehmer im Alter von drei bis 25 Jahren eine Unterteilungen in verschiedene Altersklassen. Mit mehr als 10 000 Einsendungen gab es in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung.

Kölner Nachwuchsfotografen gingen ebenfalls nicht leer aus und kassierten zwei Preise. Die 10. Klasse des Schiller Gymnasiums aus Sülz gewann den Gruppenpreis im „Imaging Special“, der digitalen Kategorie. Ihr Thema: Leben mit Klonen. Der 24-jährige Danny Friede belegte den dritten Platz im „Fußballfieber“ mit seiner Kombination von Homosexualität und Fußball.

Seit 1962 wird der Deutsche Jugendfotopreis auf der Photokina verliehen, der vom Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) im Auftrag des Bundesjugendministeriums veranstaltet wird. „Es ist vor allem wichtig, welche Geschichte rüberkommt. Ein Künstler muss seine eigene Sicht der Welt zeigen“, sagt Jan Schmolling vom KJF.



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