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Leise Töne von großer Intensität

Von BERNHARD ROMANOWSKI, 05.10.06, 07:16h

Blankenheim - Das Pia-Fridhill-Trio begeisterte die Zuhörer im vollbesetzten Café von Doris Marian. Wie um der Eiszeit zu entfliehen, gesellte sich am Freitag sogar ein Mammut zu den Besuchern.

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Begleitet von Jens Hoffmann an der Gitarre und Wilhelm Geschwind am Bass verbreitete Pia Fridhill eine wohlige Wärme mit ihrer Stimme.
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Begleitet von Jens Hoffmann an der Gitarre und Wilhelm Geschwind am Bass verbreitete Pia Fridhill eine wohlige Wärme mit ihrer Stimme.
Blankenheim - Wie um der Eiszeit zu entfliehen, gesellte sich am Freitag sogar ein Mammut zu den Besuchern im vollbesetzten Museumscafé von Doris Marian. Das Tier mit den gewaltigen Stoßzähnen aus der aktuellen Ausstellung des angrenzenden Eifelmuseums nahm zwar weiteren Besuchern den Platz weg, sorgte jedoch als Hintergrundkulisse für die Erheiterung der Gäste. Alle gemeinsam aber wärmten sie sich an der musikalischen Glut und dem Klangfeuer, das auf der Bühne vom Pia Fridhill Trio entfacht wurde.

Den abwechslungsreichen Eigenkompositionen und eingängigen Arrangements aus dem Latin-, Jazz- und Soul-Bereich setzte die Namensgeberin der Formation mit ihrer klaren und bisweilen souligen Stimme die Krone auf. Assoziationen zu Norah Jones, Carlos Jobim und James Taylor beschreiben ihre Musik aber nur ansatzweise.

Die gebürtige Schwedin Pia Fridhill zieht das Publikum nicht allein mit ihrer virtuosen Stimme in ihren Bann, sondern erzeugt auch mit Anekdoten aus ihrem Leben und Geschichten rund um die Entstehung ihrer Songs eine intime Atmosphäre, die mitunter von einer starken Sinnlichkeit und zugleich von einer guten Portion Humor geprägt ist.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Jens Hoffmann lebt die Sängerin nun schon seit gut zwei Jahren in Kall. Auch in Blankenheim war Hoffmann an ihrer Seite und bestach dort durch sein gekonntes Spiel auf der Akustikgitarre. Feingefühl bewies der gebürtige Neusser bei gleitenden Akkorden ebenso wie beim „Fingerpicking“. Auch für viele der Songs auf der aktuellen CD „It's Time“ zeichnet der Gitarrist und Songwriter verantwortlich.

Als Dritter im Bunde lieferte Wilhelm Geschwind mit seinem „Piccolo Double Bass“ aus Vogelahorn den Pulsschlag der Musik. Sein Name ist durch seine Auftritte in renommierten Formationen längst zum Synonym für die Virtuosität auf diesem Saiteninstrument geworden. Davon konnten sich auch die Zuhörer überzeugen, als der Kaller im ersten Konzertteil mit seinem Solo zeigte, dass er einem Dasein als „Grundtonsklave“ nicht viel abgewinnen kann.

Neben dem Vortrag der leisen, doch dafür umso intensiveren Stücke, gab Pia Fridhill auch ein schwedisches Volkslied gepaart mit einem eingängigen Basslauf zum Besten. Nach dem beifallsreichen Auftritt des Pia Fridhill Trios am Freitag können die Besucher die stimmungsvolle Mischung aus nordischer Melancholie und südländischem Temperament am 19. Oktober in der Galerie „Unik:te“ in Pesch erleben.



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