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Polizei inhaftierten ausgebüxtes Schaf

Erstellt 06.10.06, 08:47h

Gummersbach - Ein ungewöhnlicher Einsatz: Polizeioberkommissar Uwe Breiderhoff brachte ein Mutterschaf in Gewahrsam. Das Tier wollte lieber zu seinen Lämmern zurück, als sich decken zu lassen.

BILD: KREMPIN
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Von der Straße geholt haben Polizeioberkommissar Uwe Breiderhoff und Schafzüchter Harald Straub das schwarze Mutterschaf nach seinem Freigang in der Singerbrinkstraße.
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Von der Straße geholt haben Polizeioberkommissar Uwe Breiderhoff und Schafzüchter Harald Straub das schwarze Mutterschaf nach seinem Freigang in der Singerbrinkstraße.
Gummersbach - Der Zugriff durch Polizeioberkommissar Uwe Breiderhoff erfolgte exakt um 10.48 Uhr. An den Hammelbeinen ergriffen, schoben der Beamte und ein hilfsbereiter Bauarbeiter in der Körnerstraße das offensichtlich aus seiner Weide ausgebrochene Schaf in den Kofferraum des grün-silbernen Einsatzfahrzeugs. Wenige Minuten später fand das schwarze Muttertier sich in einem fensterlosen Verlies auf der Rückseite des Gebäudes der Kreispolizei in Gewahrsam wieder.

„Der Besatzung eines anderen Streifenwagens war das Tier zuvor in der Singerbrinkstraße aufgefallen. Vor dem Gebäude der Agentur für Arbeit kreuzte es mehrfach die viel befahrene Straße“, berichtete Breiderhoff nach der beherzten Rettungsaktion. Doch anstatt sich einfangen zu lassen, entzog es sich durch eilige Flucht. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass das flüchtige Schaf nur wenige Meter von seiner heimischen Wiese desorientiert durch die Kreisstadt streunte. Ein Hinweis des Tierschutz Oberbergischer Kreis brachte die Polizeihauptwache auf die Spur des Besitzers. Harald Straub aus Wasserfuhr bekannte sich auf Anfrage sofort zu seinem Schaf, das er auf einer Weide in der Singebrinkstraße wähnte. Dort sollte es eigentlich von dem liebestollen Bock gedeckt werden. Doch anstatt sich erotischen Genüssen hinzugeben, erwies sich die Mutterliebe als stärker. Warteten doch auf der Weide jenseits der Straße ihre zwei unmündigen Lämmer auf die Rückkehr ihrer Mutter.

„Ich möchte mein inhaftiertes Schaf abholen“, meinte Straub, als er auf der Wache eintraf. Wenig Begeisterung über das Wiedersehen zeigte dagegen das Schaf. Nur widerspenstig trat es auf dem Rücksitz eines Pkw die Rückfahrt an. (pkr)



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