Erstellt 06.10.06, 08:47h
„Der Besatzung eines anderen Streifenwagens war das Tier zuvor in der Singerbrinkstraße aufgefallen. Vor dem Gebäude der Agentur für Arbeit kreuzte es mehrfach die viel befahrene Straße“, berichtete Breiderhoff nach der beherzten Rettungsaktion. Doch anstatt sich einfangen zu lassen, entzog es sich durch eilige Flucht. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass das flüchtige Schaf nur wenige Meter von seiner heimischen Wiese desorientiert durch die Kreisstadt streunte. Ein Hinweis des Tierschutz Oberbergischer Kreis brachte die Polizeihauptwache auf die Spur des Besitzers. Harald Straub aus Wasserfuhr bekannte sich auf Anfrage sofort zu seinem Schaf, das er auf einer Weide in der Singebrinkstraße wähnte. Dort sollte es eigentlich von dem liebestollen Bock gedeckt werden. Doch anstatt sich erotischen Genüssen hinzugeben, erwies sich die Mutterliebe als stärker. Warteten doch auf der Weide jenseits der Straße ihre zwei unmündigen Lämmer auf die Rückkehr ihrer Mutter.
„Ich möchte mein inhaftiertes Schaf abholen“, meinte Straub, als er auf der Wache eintraf. Wenig Begeisterung über das Wiedersehen zeigte dagegen das Schaf. Nur widerspenstig trat es auf dem Rücksitz eines Pkw die Rückfahrt an. (pkr)
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