Bonn / Rhein-Sieg-Kreis - Der Sprecher des Mieterverein für Bonn und Rhein-Sieg / Ahr, Bernhard von Grünberg, wies gestern darauf hin, dass die von der Düsseldorfer Regierung versprochenen strikten sozialen Bedingungen, die den privaten Investoren auferlegt werden sollen, letztlich nur zehn Jahre gelten werden. Grünberg bedauerte zudem, dass den Kommunen nun der Rückgriff auf die LEG-Wohnungsbestände entzogen werde. Städte und Gemeinden seien im übrigen nicht in der Lage, sich Erfolg versprechend an der europaweiten Ausschreibung zum Kauf der Wohnungen (in Bonn rund 2 500) zu beteiligen, da die rund 100 000 Wohnungen als Paket an einen Interessenten abgegeben werden sollen. Der Mieterverein, der sich auch an einer Volksinitiative in NRW gegen den Verkauf beteiligt, hat mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund in Bonn ein lokales Bündnis gegründet, an dem auch die SPD, Bündnis 90 / die Grünen sowie die WASG mitmachen. Der Sprecher des Mietervereins wies darauf hin, dass es bereits heute einen deutlichen Bedarf an neuen Wohnungen in ganz NRW gibt. Das treffe eben auch für Bonn zu. Heute findet im Mieterverein (Berliner Freiheit 36) ein Tag der offenen Tür zum Thema statt. (ta)