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Gnadenfrist fürs Viktoriabad

Erstellt 17.11.06, 08:46h

Das Schwimmbad hat noch einmal eine Gnadenfrist bekommen. Geplant war das Bad zu schließen und das Frankenbad abzureißen, um ein neues Familienbad zu errichten.

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Das Viktoriabad wird voraussichtlich geschlossen.
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Das Viktoriabad wird voraussichtlich geschlossen.
Bonn - Das Viktoriabad hat noch einmal eine Frist bekommen. Obwohl alle Fakten und Argumente auf dem Tisch lagen, konnte sich der Sportausschuss am Mittwochabend nicht dazu durchringen, das "Bäderkonzept" auf den Weg zu bringen. Es sieht vor, das Viktoriabad zuzumachen und das Frankenbad abzureißen, um dort ein modernes Familienbad zu bauen.

Für diesen Vorschlag hätte es eine Mehrheit aus SPD, FDP und Grünen gegeben - also der alten, gescheiterten „Ampel“-Koalition. Doch die Sache wurde auf die nächste Sitzung am 11. Januar vertagt, weil die CDU darum bat. Deren Sprecher Wilfried Reischl fand das Konzept nicht beschlussfähig, und er wolle keine Kampfabstimmung. Man solle besser „einen Kompromiss finden, der allen gerecht wird“, sagte er. Die CDU hatte begründet, warum sie das Viktoriabad erhalten, das Frankenbad ersatzlos schließen und auf ein neues Familienbad ganz verzichten wolle. Dadurch könne man „sofort sparen“, sagte Reischl. Er räumte aber ein: „Wir sind nicht so vermessen zu behaupten, dass unser Vorschlag das Nonplusultra ist.“

Größter Knackpunkt: Bei Schließung des Frankenbades müsste das Schul- und Vereinsschwimmen im Viktoriabad stattfinden. „Und dann gäbe es für die Bürger dort keine Zeit mehr, um im Viktoriabad zu schwimmen“, sagte SPD-Sprecher Uwe Naß. Die CDU meint dagegen, „es werden alle zusammenrücken müssen, aber es wird gehen“. Lediglich die Grünen waren nicht bereit, die Sache zu vertagen. Gerade weil ihnen zuletzt vorgeworfen wurde, Entscheidungen zu verzögern, sagte Doro Paß-Weingartz: „Entscheiden zu müssen, ist nicht immer schön“. Sie mutmaßte, das Bäderkonzept werde nur vertagt, „weil die Geschäfte der großen Koalition nicht ausgeklüngelt sind“. Für die FDP machte Ulrich Hauschild klar, in punkto Bäder solle man nicht mit knappen Mehrheiten arbeiten, sondern mit Kompromissen. Die Liberalen seien auch nicht abgeneigt, ein neues Familienbad auf dem Grundstück des Melbbades zu bauen. (kf)



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