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„Das ist Guerilla- Werbung“

Von ANDREAS DAMM, 21.11.06, 07:15h

Das Ordnungsamt hat wegen einer Werbekampagne für die Reis-Marke Uncle Ben's ein Bußgeldverfahren gegen eine Agentur eingeleitet. Der Vorwurf: Verschmutzung von Straßen und Plätzen.

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Unerwünschte Werbung
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Unerwünschte Werbung
Mitarbeiter einer Agentur hatten Schriftzug aufs Pflaster gesprüht.

Das Ordnungsamt hat wegen einer Werbekampagne für die Reis-Marke Uncle Ben's ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Der Vorwurf: Verschmutzung von Straßen und Plätzen. Am Wochenende hatten Mitarbeiter einer Agentur vor allem in der Innenstadt den Satz „Montag ist Reistag“ hundertfach auf das Pflaster gesprüht. Der Chef des Ordnungsamtes, Robert Kilp, äußerte sich gestern wenig erfreut über diese Form von ungenehmigter „Guerilla-Werbung - und wir müssen den Mist jetzt wieder wegmachen“. Sofern der Regen diesen Job nicht bereits erledigt hat: Nach Angaben der Werbe-Agentur „komm.passion“ wurde bei der Aktion umweltschonende Farbe aus Rügenkreide eingesetzt, „die nach ein paar Tagen von selber wieder verschwunden ist“.

Nicht allein Kölnerinnen und Kölner wunderten sich über die Botschaft zu ihren Füßen. In Berlin, München, Hamburg und Bremen war der Schriftzug ebenfalls zu lesen. Mit der Aktion habe das Lebensmittelunternehmen auf das Thema „gesunde Ernährung“ hinweisen wollen. Am vergangenen Samstag hatten die Werber Tausende Haftzettel mit dem schlichten Satz auf Briefkästen geklebt.

Mit „Guerilla-Marketing“ bezeichnet die Werbebranche ungewöhnliche Aktionen, die mit verhältnismäßig geringen Mitteln eine große Wirkung erzielen sollen. PR-Beraterin Carina Schüßler von der Agentur „komm.passion“ sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, sie sei überrascht über die Reaktion aus Köln. In Hamburg etwa hätten Polizeibeamte die Pflastermalereien ausdrücklich gebilligt, nachdem sie gesehen hätten, wie schnell die Farbe sich mit Schrubber und Wasser entfernen lasse. Wie hoch das Bußgeld sein soll, steht noch nicht fest. Zunächst, so Ordnungsamtsleiter Kilp, müssten die genauen Umstände der Aktion und die Reinigungskosten ermittelt werden. Unlängst habe die Stadt ein ähnliches Verfahren gegen die Textilkette Mango eingeleitet - Ausgang offen. (adm)



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