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Turnhalle erleuchtet den Garten

Von ANNA-MARIA LIESE, 14.12.06, 07:38h

Innenstadt - Das Haus soll Geborgenheit und Weitblick vermitteln. Ein Stuttgarter Architektenbüro gewinnt die Ausschreibung für die neue Michaeli-Schule.

Innenstadt - Eine helle und klare Struktur war es, die das Preisgericht, paritätisch besetzt aus Vertretern der Stadt und der Michaeli-Schule, überzeugten. Die Michaeli-Schule ist die einzige freie Waldorfschule mit integrativem Unterricht in Köln und derzeit im Gebäude der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Loreleystraße in der Südstadt untergebracht. Doch das soll sich im Jahr 2008 ändern. Die Schule wird in den Volksgarten ziehen, auf das Gelände des ehemaligen Betriebshofes des Grünflächenamtes.

Jüngst wurden die Entwürfe für das neue Schulgebäude vorgestellt. Sechs Teilnehmer des Wettbewerbs waren vom Baukreis-Vorstand, zusammengesetzt aus der sachverständigen Elternschaft der Schule, ausgewählt worden, ihre Entwürfe vorzustellen. Die Wahl des Preisgerichtes fiel dann einstimmig auf den Entwurf des Architekturbüros „Lederer, Ragnarsdóttir, Oei“ aus Stuttgart. Der Leiter der Schule, Siegfried Cremers, zeigte sich zufrieden. „Der Entwurf zeichnet sich dadurch aus, dass er als einziger die Nähe zum Waldorf-Kindergarten berücksichtigt“, sagte er. Der Kindergarten, der ebenfalls „Am Vorgebirgswall“ liegt, soll so in einen ideellen Dialog zur Schule treten. Ach darüber hinaus haben die Architekten viele der im Zwischencolloquium geäußerten Wünsche der Schulvertreter berücksichtigt. Zwei einander umschließende Gebäudekomplexe sollen den Schülern Geborgenheit vermitteln, durch eine Öffnung zum Volksgarten aber auch die Korrespondenz mit der Außenwelt sicher stellen.

Zwei Geschosse werden Platz für 350 Schüler in 13 Klassen bieten. Im Westbau finden die von der Öffentlichkeit mitgenutzten Räume ihren Platz, wohingegen der Ostbau Klassen- und Werkräumen vorbehalten bleibt. Ein besonderes Privileg genießen hier die kleinen Klassen: Eine Tür führt sie direkt in den eigenen Garten im Innenhof, für den sich die Architekten ein besonderes Highlight haben einfallen lassen. Die im Untergeschoss liegende Turnhalle wird mit Glasplatten bedeckt, so dass im Winter das künstliche Licht aus der Halle den Innenhof erleuchten kann. Bis das allerdings zum ersten Mal eingeschaltet wird, werden noch einige Monate vergehen. Aktuell berät der Baukreis-Vorstand über eine Finanzierung des neun Millionen teuren Projektes. Cremers ist optimistisch: „Wenn möglich, wollen wir im Sommer mit dem Bau beginnen.“



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