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Bäckerei Schneider verkauft

Von MARKUS CLEMENS, 05.01.07, 07:13h

Das neue Trio will die Tradition des Vorgängers fortsetzen. Die drei neuen Geschäftsführer kündigen an, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen. Sie waren alle ehemalige Mitarbeiter der Bäckerei Kamps.

Bild: Markus Clemens
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Andre Kunkel, JörgAprath und Willi Kühne. Sie sind die neuen Besitzer der Bäckerei Schneider.
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Andre Kunkel, JörgAprath und Willi Kühne. Sie sind die neuen Besitzer der Bäckerei Schneider.
Elsdorf - Es war Wilhelm Schneider, der im Jahr 1901 die ersten Brote im Elsdorfer Ortsteil Etzweiler produzierte und sie an die Einwohner des Dorfes verkaufte. Um die Finanzen aufzubessern, nahm er damals auch noch Lebensmittel und Briketts mit in sein Sortiment auf. Anfang der 50er Jahre zog der Betrieb an den Elsdorfer Mausweg, wo er ständig weiter expandierte. Anfang des neuen Jahrtausends fanden Hans-Josef Schneider und seine Mitarbeiter schließlich ein Domizil im Elsdorfer Gewerbegebiet. Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist die 106-jährige Unternehmensgeschichte zu Ende. Der Betrieb wurde verkauft, die neuen Geschäftsführer André Kunkel, Jörg Aprath und Willi Kühne leiten jetzt die Geschicke der Elsdorfer Großbäckerei.

Das neue Trio - alle drei sind ehemalige Mitarbeiter der Bäckereikette Kamps - will die Tradition des Vorgängers fortsetzen. „Der Name bleibt, und alle 196 Mitarbeiter werden von uns übernommen“, betont Kunkel. Er und seine beiden Partner planen vielmehr, das Unternehmen zu vergrößern „und jährlich bis zu fünf neue Filialen in der Region zu eröffnen“. Dann würden bis zu 25 Mitarbeiter im Jahr eingestellt. Schneider und die neuen Geschäftsführer betonen, dass es eine „ganz freundliche Betriebsübergabe war“. „Ich bin froh, dass ich solch qualifizierte Nachfolger gefunden habe“, betont Schneider. Und so ganz sei er dem Betrieb auch noch nicht verloren gegangen. „Er kommt jeden Morgen vorbei und fragt, ob er helfen kann“, sagt Aprath, der schon an neuen Plänen feilt. Vorgesehen ist, in den Sitzcafés des Unternehmens Frühstücksbüfetts anzubieten. Am 4. Februar soll damit begonnen werden. Als erstes Café wird das an der Erftpassage in der Bergheimer Fußgängerzone diesen Service von 9 bis 13 Uhr anbieten.

Schon bei der Einweihung der Produktionsstätte im Gewerbegebiet an der Daimlerstraße hatte Schneider erklärt, keine Industrieware, sondern altbewährte „Premiumqualität“ herstellen zu wollen. Auch daran will die neue Geschäftsführung festhalten. Sie kündigt zudem an, weiterhin jeden Sonderwunsch von Kunden - etwa Torten für bestimmte Anlässe wie Hochzeiten oder Jubiläen - prompt erfüllen zu wollen.

Wo die neuen Filialen eröffnet werden, sei derzeit noch nicht entschieden, sagen die neuen Geschäftsführer. Wie die bisherigen - sie befinden sich in mehreren Kommunen im Rhein-Erft-Kreis, im Kreis Düren und in Köln - werden aber auch die Neueröffnungen nicht weiter als 30 oder 40 Kilometer von Elsdorf entfernt liegen.



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