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Odyssee ohne Happyend

Von WILHELM KLEENE, 15.01.07, 06:30h

Der Tischtennis-Zweitligist muss zudem noch unter der mangelhaften Organisation des HSV leiden.

Der Tischtennis-Zweitligist muss zudem noch unter der mangelhaften Organisation des HSV leiden.

Hamburg - Als Bernhard Mandt am Sonntagmorgen kurz vor 3 Uhr ins Bett sank, hatte er fast 19 Stunden Anspannung hinter sich und war 1200 Kilometer gefahren, doch sein TTC Vernich hatte keinen zusätzlichen Zähler auf dem Konto. Mit 6:9 verloren seine Zweitligaspieler das Tischtennisduell beim Hamburger SV, doch der Vernicher Manager war um eine Erfahrung reicher. Solch ein Chaos, wie er es beim großen Weltklub erlebt hatte, würde es bei seinem Dorfverein nicht geben. Denn der HSV hatte den Aufsteiger in die kleine Halle des Gymnasiums Osterbek geladen, doch dort war Tag der offenen Tür und nichts mit dem Senat der Hansestadt abgesprochen. Also musste man umziehen. Im Konvoi fuhren Gastgeber und Gäste durch die halbe Stadt, ehe mit einstündiger Verspätung im Tischtennisleistungszentrum der Stadt Hamburg begonnen werden konnte. Und das vor 20 Zuschauern, die anderen hatten den Umzug nicht mitgemacht. „So etwas darf einem Klub mit solch einem Anspruch nicht passieren“, meinte Bernhard Mandt, der zuvor über Herne und Paderborn seine Akteure eingesammelt hatte, wobei das Navigationsgerät ausfiel und er sie in der Nacht auch wieder dorthin brachte. Dazwischen lag ein fast vierstündiges Match, in dem die Vernicher in vielen engen Partien auf Augenhöhe mit den Gastgebern kämpften, die das Hinspiel noch 9:2 gewonnen hatten. „Immer fehlt das letzte Quäntchen Glück“, haderte der Manager mit dem Spielausgang. Denn seine Spieler führten 3:2, waren beim 6:6 noch gleichauf und hätten vielleicht durch das Schlussdoppel ein Unentschieden erreichen können. Die Punkte holten neben Jian Wei Sun ausschließlich das Spitzenduo Teodor Jordanov und Nikolay Solakov, das ungeschlagen blieb.

Hamburger SV - TTC Vernich 9:6: Larsen / Petersen - Godlewski / Stopinski 7:11, 11:6, 12:10, 11:9; Lundquist / Lohse - Jordanov / Solakov 8:11, 11:7, 9:11, 6:11; Alke / Greil - Ten Hoeve / Sun 11:8, 7:11, 11:5, 11:3; Lundquist - Solakov 10:12, 3:11, 7:11; Alke - Jordanov 9:11, 11:13, 10:12; Larsen - Sun 11:7, 11:9, 7:11, 11:6; Petersen - Godlewski 11:9, 11:7, 15:13; Lohse - Ten Hoeve 11:7, 11:7, 15:13; Greil - Stopinski 14:12, 7:11, 11:5, 12:10; Lundquist - Jordanov 13:11, 5:11, 12:10, 5:11, 9:11; Alke - Solakov 6:11, 6:11, 11:4, 11:8, 6:11; Larsen - Godlewski 12:10, 11:8, 7:11, 2:11, 11:3; Petersen - Sun 8:11, 4:11, 6:11; Lohse - Stopinski 6:11, 11:8, 11:7, 11:6; Greil - Ten Hoeve 11:6, 9:11, 11:6, 11:4.



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