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Auftrieb für Badeschiff auf dem Rhein

Von ANDREAS DAMM UND BARBARA AUS DER WIESCHE, 22.01.07, 22:39h, aktualisiert 22.01.07, 22:54h

Mit Hilfe von Fördergeldern des Landes will ein Kölner Verein ein schwimmendes Freibad bauen. Wirtschaftsdezernent Walter-Borjans spricht von einer Attraktion für Köln.

Bild: Spree Bad
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Im Winter ein Hallenbad, im Sommer ein Freibad: Die Anlage auf der Spree (Bild) hat einen Kölner Verein zur Nachahmung inspiriert.
Bild: Spree Bad
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Im Winter ein Hallenbad, im Sommer ein Freibad: Die Anlage auf der Spree (Bild) hat einen Kölner Verein zur Nachahmung inspiriert.
Wirtschaftsdezernent Walter-Borjans spricht von einer Attraktion für Köln.

Es ist eine Idee, die im Rathaus auf Wohlwollen stößt: Bereits seit einiger Zeit bemüht sich ein Verein darum, ein Badeschiff auf dem Rhein ankern zu lassen. Als Liegeplatz komme das östliche Flussufer an der Mülheimer Brücke in Frage, findet Björn Troll, Vorsitzender des „Kölner Badeschiff e.V.“ Der Verein hofft auf politische Unterstützung - und auf Fördergelder des Landes. SPD-Ratsherr Hans-Georg Bögner wollte in der gestrigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses wissen, wie die Chancen stehen, das Vorhaben im Rahmen der Regionale 2010 zu fördern. Die Antwort des Wirtschaftsdezernenten Norbert Walter-Borjans dürfte die Vereinsmitglieder ermutigt haben: „Das Badeschiff ist ein lohnendes Investment für Köln. Es sieht nicht so aus, als wäre das Projekt chancenlos.“

Nach der Auffassung des Dezernenten wäre das Badeschiff eine Attraktion für Köln. Vorbild für die Anlage ist das Badeschiff auf der Spree in Berlin. Dort sind drei Schubleichter, Teile von Frachtverbänden, zu einem schwimmenden Freibad umgebaut worden, einschließlich eines Ruhedecks mit Liegestühlen. Wien hat ebenfalls ein Badeschiff, in Frankfurt ist eins geplant.

„Jeden Kölner zieht es zum Rhein“, sagt Troll. Der Rhein sei etwas ganz Besonderes. „Er lässt Weite spüren, sein Strömen vermittelt Kraft.“ Doch seit dem Verschwinden der Badeanstalten sei das Vergnügen am Wasser getrübt, vor allem wegen der gefährlichen Strömung.

Rund 1,5 Millionen Euro hält Troll für nötig, um ein Badeschiff zu betreiben. Das Becken soll 25 Meter lang und etwa acht Meter breit sein. Es soll mit gefiltertem Rheinwasser gefüllt werden. Der Verein befinde sich in Gesprächen mit einer Reederei, die drei Schubleichter verkaufen will, so Troll.

Die Regionale ist eine vom Land geförderte Darstellung einzelner Regionen. Für das Jahr 2010 hat sie den Rhein und das kulturelle Erbe des Rheinlandes in den Mittelpunkt gesetzt. Das Badeschiff, wirbt Troll, wäre eine gute Ergänzung.



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