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Wo der Wein im Glas immer kälter wird

Von Christian Volbracht, 30.01.07, 13:27h, aktualisiert 01.02.07, 11:25h

Sogar zum Saisonausklang ist auf den Gletschern um Sölden im Ötztal der Schnee sicher. Aber den Österreichern ist der Pulverschnee nicht genug. Bis auf 3000 Metern wird auch noch edler Wein probiert: «Wein am Berg» heißt es zum Saisonende in Sölden.

(Central Spa Hotel Sölde)
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Vor dem Weinseminar noch auf die Piste.
(Central Spa Hotel Sölde)
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Vor dem Weinseminar noch auf die Piste.
Sölden - Sogar zum Saisonausklang ist auf den Gletschern um Sölden im Ötztal der Schnee sicher. Aber den Österreichern ist der Pulverschnee nicht genug. Bis auf 3000 Metern wird auch noch edler Wein probiert: «Wein am Berg» heißt es zum Saisonende in Sölden.

Spitzenwinzer aus dem Burgenland präsentieren in der Tiroler Bergwelt dann ihre besten Weine. Im Frühjahr 2007 sind deutsche Spitzenwinzer des Verbandes der Prädikatsweingüter VDP zur Vergleichsprobe ins Ötztal geladen. Im Vorjahr kamen die Schweizer Winzer nach Sölden. Zum «Gipfeltreffen mit Meistern des Sports, der Kunst, des Weines und der Kulinarik» werden «vinophile Höhenflüge mit extralangem Abgang» versprochen, mit Weinseminar, Verkostungen auf 2000 und 3000 Metern Höhe, einer Kunstausstellung und Skilaufen mit ehemaligen Olympiateilnehmern.

Die Veranstaltung für Weinfreunde, Bergliebhaber und Gourmets im «Central Spa Hotel» will die Extreme verbinden. Der Wintersportort Sölden ist die höchstgelegene Gemeinde Österreichs. Die kleine, aber feine Vereinigung der 15 «Renommierten Weingüter Burgenland» kommt aus den Niederungen am Neusiedler See. Vom tiefsten Punkt des Landes im Nationalpark Seewinkel haben sie Wein und kulinarische Spezialitäten mitgebracht. «Wein oder Berg?» heißt da die Frage: Pulver oder Riesling, Firn oder Traminer?

Nach dem Begrüßungsdinner geht es am nächsten Morgen die Serpentinen hinauf. Skifahrer, Spaziergänger und Wellness-Freunde treffen sich am Nachmittag zum Weinseminar im Hotel. Chefkoch Gottfried Prantl und Kollegen bereiten kulinarische Köstlichkeiten.

Am nächsten Tag ist ein Weinvergleich auf 2000 und 3000 Metern Gletscherhöhe angesagt. Winzer und Gäste sind sich dann auf dem Giggljoch einig: Chardonnay und Traminer schmecken auf 2284 Metern Höhe anders und frischer als 1000 Meter tiefer. Ob sich der Wein aber wirklich ändert oder der Mensch nur anders empfindet, ist fraglich. Die Frage soll nun 1000 Meter höher auf der Plattform Schwarze Schneid entschieden werden. Nach Luft ringend stapft das Grüppchen der Weinfreunde auf 3300 Metern Höhe durch den Neuschnee.

An Sonnenbrillen hat mancher gar nicht gedacht, im gleißenden Nebel schmerzen die Augen, die Einheimischen machen ihre Späße mit den Flachlandtirolern. Zwar reißt der Himmel noch auf und gönnt einen Blick auf die Gipfelkulisse, doch die schnaufenden Winzer und Verkoster sind immer noch nicht einig, ob Wein oder Mensch sich mehr verändern. «Da springt einem das Aroma ja förmlich aus dem Glas entgegen», kommentiert ein Winzer den Riesling. Schwere Rotweine wirken etwas leichter. Ganz sicher ist aber nur: Anders als bei Tisch im Restaurant wird der Wein im Glas hier oben kälter statt wärmer.

Im Tal schließt sich die große Jahrgangspräsentation der Winzer aus dem Burgenland an. Sie zeigen eindrucksvoll, was sie beim Rotwein aus den Sorten Pinot Noir oder Blaufränkisch machen können. Die vier Tage «Wein am Berg» vom 26. bis 30. April 2007 kosten den Gast 1055 Euro, mit vier Übernachtungen, Weinproben, Skipass und drei feinen Mahlzeiten.

Informationen: Ötztal Tourismus, Büro Sölden, Rettenbach 464, A-6450 Sölden (E-Mail: info@soelden.com)

www.soelden.com; www.rwb.at (dpa/gms)



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