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Jede zweite Straftat aufklären

Von TIM STINAUER, 01.02.07, 22:17h

Polizeipräsident Klaus Steffenhagen verfolgt bis zum Jahr 2010 ehrgeizige Ziele. Erstmals nennt er konkrete Zielvorgaben für seine Vision von Köln als „sicherster Stadtregion 2010“.

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Die Polizeipräsenz in der Stadt soll weiter verstärkt werden.
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Die Polizeipräsenz in der Stadt soll weiter verstärkt werden.
Der Polizeipräsident nennt erstmals konkrete Zielvorgaben für seine Vision von Köln als „sicherster Stadtregion 2010“.

Das Motto hat sich geändert, an den ehrgeizigen Plänen aber hält Polizeipräsident Klaus Steffenhagen beharrlich fest. Ab sofort heißt seine Vision für 2010 nicht mehr „Köln - sicherste Millionenstadt“, sondern „Köln - sicherste Stadtregion“ - ein Begriff freilich, der einen Vergleich mit anderen Städten unmöglich macht. Denn was etwa wäre unter einer Stadtregion München zu verstehen? Die bayerische Landeshauptstadt steht unangefochten vor Köln, Hamburg und Berlin an der Spitze der Hitliste der sichersten Großstädte. „Wir sprechen jetzt von Stadtregion, weil die Polizei Leverkusen und die Autobahnpolizei des Regierungsbezirks seit Januar dem Polizeipräsidium Köln angegliedert sind“, erklärt Steffenhagen und betont: „Wir führen die Statistik weiterhin auch separat für Köln. Wir halten an der Vision fest, Köln in drei Jahren zur sichersten Millionenstadt vor München zu machen.“

Erstmals nennt der Polizeipräsident jetzt fünf konkrete Zielvorgaben: So soll 2010 jede zweite Straftat aufgeklärt werden. Bislang liegt die Aufklärungsquote bei 36 Prozent. Die Zahl der Straftaten pro Einwohner (Kriminalitätshäufigkeitszahl) will Steffenhagen auf 9000 senken, 2005 lag sie bei 13 600. In drei Jahren soll zudem die Zahl der verunglückten Menschen im Straßenverkehr auf 390 pro 100 000 Einwohner fallen - das wären 174 weniger als 2005. Auch wollen die Beamten es erreichen, 62 Prozent aller Unfälle mit Verletzten aufzuklären, bei denen der Verursacher zunächst geflohen war. Bislang liegt die Quote bei 54 Prozent. Schließlich soll 2010 im Durchschnitt niemand mehr länger als zwölf Minuten auf einen Streifenwagen warten. Derzeit dauert es im Schnitt 17 Minuten. Bei besonders dringenden Einsätzen, etwa wenn der Täter noch am Tatort ist, sind die Beamten allerdings schon heute durchschnittlich in vier bis fünf Minuten vor Ort.

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzt die Behördenleitung auf verschiedene Maßnahmen. Regelmäßige, groß angelegte Verkehrskontrollen sollen Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger für die Gefahren im Verkehr sensibilisieren. Die Beamten des Wach- und Bezirksdienstes sollen künftig die Hälfte der Dienstzeit, die sie auf der Straße verbringen, in den sozialen Brennpunkten und „Angsträumen“ verbringen, um Personen zu kontrollieren, Gefährdeansprachen zu halten und Täter auf frischer Tat festzunehmen. Dazu setzt die Behördenleitung verstärkt auf die DNA-Analyse, um die Aufklärungsquoten zu erhöhen. In einem Strategiepapier heißt es: „Die rechtlichen Möglichkeiten, Speichelproben zu entnehmen, sind konsequent auszunutzen.“



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