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Polizei beendet Studenten-Besetzung

Erstellt 31.01.07, 14:38h

Nach gut acht Monaten hat die Polizei am Mittwochmorgen die Besetzung eines Teils der Ruhr-Universität Bochum beendet. Der Grund für die Einnahme des Rektorats, war die Einführung von Studiengebühren.

Bochum - Wie die Polizei mitteilte, drangen um kurz vor fünf Uhr mehrere Beamte in das von Studenten besetzte Querforum West ein. Zehn Studierende, darunter eine Frau, wurden wegen Hausfriedensbruchs festgenommen. Persönliche Gegenstände und Möbel wurden aus dem Gebäude geräumt. Zuvor hatten Studierende und Rektorat in mehreren Gesprächen zu keiner einvernehmlichen Lösung gefunden. Das Angebot des Rektors, auf andere Räume auszuweichen, wurde von den Besetzern nicht angenommen. Vergangenen Woche lief nun ein Ultimatum aus, das Gebäude freiwillig zu räumen.

Hintergrund der Besetzung war die Einführung von Studiengebühren an der Ruhr-Universität. Ende Mai 2006 hatten sich Studierende aus Protest zur "Freien Universität Bochum" zusammengeschlossen, um in dem Gebäude eigene Veranstaltungen abzuhalten.

Während das Rektorat den Besetzern zuletzt eine "Hinhaltetaktik" vorwarf, kritisierten Studentenvertreter die mangelnde Kooperation der Universitätsleitung. Die Vorsitzende der Studentenvertretung AStA, Stefanie Konetzka, stellte die Kompetenz von Rektor Elmar Weiler nach der Räumung in Frage. Das "Protestkomitee gegen Studiengebühren" forderte gar den Rücktritt Weilers. Zudem wurde zu einer Demonstration gegen die Räumung aufgerufen.

Während die Studenten forderten, das Querforum West in Eigenregie verwalten zu können, bot das Rektorat an, das Gebäude für Tutorien und Arbeitsgruppen zur Verfügung stellen. Zuvor müsste es allerdings renoviert werden. Weiler bekräftigte in einer schriftlichen Mitteilung an die Studierenden, dass sich das Vorgehen nicht gegen sie richte. "Verantwortliche Mitwirkung von Studierenden ist ausdrücklich erwünscht und hilft uns allen. Verantwortungsloses Tun wie das der Besetzer kann aber nicht geduldet werden", hieß es. Die Leitung der RUB will nun unter Mitwirkung der Fachschaften und des AStA die Planungen für die künftige Nutzung des geräumten Gebäudes vorantreiben. (dpa)



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