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SPD kritisiert eigene Atomlobbyisten

Erstellt 15.02.07, 18:13h

Der Schuss ging gehörig nach hinten los: Der SPD-Politikers Rolf Linkohr sprach sich offen für die Vorteile der Atomkraft aus. SPD-Granden nahmen sich den Genossen zur Brust - und erhoben massive Vorwürfe.

Grünen-Aktion gegen Atomkraft
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Atomkraft? - Nein Danke, sagt die Spitze der SPD-Bundestagsfraktion.
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Atomkraft? - Nein Danke, sagt die Spitze der SPD-Bundestagsfraktion.
Köln - Die Spitze der SPD-Bundestagsfraktion wirft Atomkraft-Befürwortern aus den eigenen Reihen ungenierten Lobbyismus vor. „Es handelt sich um Menschen, die dafür bezahlt werden, dass sie für Atomkraft sind“, sagte der Fraktions-Vize Ulrich Kelbe dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe). Mit dieser ungewöhnlich scharfen Kritik reagierte Kelber auf Äußerungen des SPD-Politikers Rolf Linkohr, der in der Tageszeitung „Die Welt“ vom Donnerstag eindeutig für die Kernkraft Stellung bezogen hatte. „Atomenergie ist nützlich und ganz schwer zu ersetzen“, sagte Linkohr, der seit seinem Ausscheiden aus dem EU-Parlament 2005 Sonderberater der EU-Energiekommission ist.

„Herr Linkohr sitzt im Aufsichtsrat des Atomkraftbetreibers Vattenfall, er ist Beirat im Energiekonzern EnBW, und er sollte aufgrund dieser Funktionen äußerste politische Zurückhaltung üben“, entgegnete Kelber.

Bereits im Januar 2006 hatte Linkohr in einem Thesenpapier mit dem Titel „SPD und Energie: Realitäten annehmen... ehrliche Fragen stellen“ längere Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke gefordert. Das Papier ist von acht weiteren Sozialdemokraten unterschrieben worden, die nach Kelbers Angaben bis auf eine Ausnahme sämtlich Nebentätigkeiten in der Atomindustrie ausüben.



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