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Schüler gehen auf die Straße

Von STEFANIE PIONKE, 26.02.07, 21:32h

Unter dem Motto "Pro Köln die Stirn zeigen!" organisiert die Arbeitsgruppe „Schüler gegen Rechts“ der Bezirksschülervertretung Köln eine Demonstration. Die Organisatoren erwartet 1000 Teilnehmer beim Umzug am Samstag.

Die Bezirksschülervertretung erwartet 1000 Teilnehmer beim Umzug am Samstag.

„Pro Köln die Stirn zeigen! Für eine Stadt ohne Rassismus und Faschismus.“ Unter diesem Motto organisiert die Arbeitsgruppe „Schüler gegen Rechts“ der Bezirksschülervertretung Köln eine Demonstration, die am kommenden Samstag, 3. März, vom Roncalliplatz aus durch die Innenstadt zum Heumarkt ziehen wird. Die Kölner Schülervertreter erwarten 1000 Demonstranten, wie ihr Sprecher Daniel Bär mitteilte.

Der Protest richtet sich besonders gegen die aus dem Umfeld der rechtsextremen Bürgervereinigung stammende Schülerzeitung „Objektiv“. Im Spätsommer und im Herbst 2006 hatten Pro-Köln-Funktionäre das Blatt vor Kölner Schulen verteilt und damit weit über die Stadtgrenzen hinaus für Aufregung gesorgt. Der Grund: Hinter der scheinbar seriösen Schülerzeitungs-Fassade verbarg sich ausländerfeindliches und rechtsgerichtetes Gedankengut. Mit der Demo will die Kölner Schülerschaft sich öffentlich von solchen Inhalten distanzieren: „Wir wollen zeigen, dass wir entgegen der Behauptung von Pro Köln »Objektiv« nicht annehmen“, sagt Daniel Bär.

Politische Gruppen und Verbände in Köln, so Bär weiter, haben den Schülern ihre Teilnahme an der Demonstration signalisiert. Darunter unter anderem der Lehrerverband GEW und das „Kölner Bündnis gegen rechts“. Letzteres setzt sich aus den Jugendorganisationen der Grünen, der Linken und der SPD zusammen. „Wir freuen uns natürlich über diese Unterstützung. Trotzdem ist es uns wichtig, dass wir Schüler die ganze Demonstration alleine organisieren“, meint dazu Daniel Bär. Auf der geplanten Abschlusskundgebung am Heumarkt werden folglich „nur Schülervertreter“ reden.

Bei der Kölner Polizei sieht man der Demonstration entspannt entgegen: „Nach unserer bisherigen Einschätzung wird es keine Probleme geben“, sagt Polizeisprecher Christoph Gilles. Auch mit einer Gegendemonstration sei „nach momentanem Kenntnisstand“ nicht zu rechnen.

Die Demonstration startet am Samstag, 3. März, ab 13 Uhr am Roncalliplatz und endet mit einer Kundgebung am Heumarkt. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite von Schüler gegen Rechts.

http: / / www.sgr-demo.de



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