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Langmähnige Werbeträger im Kölner Zoo

Von THOMAS ULBRICH, 08.03.07, 21:37h

Der Kölner Zoo hat nicht nur einen neuen Vogelkurator, sondern durch ihn auch zwei neue „langmähnige“ Stars. Stolz präsentierte Bernd Marcordes, der seit Anfang Dezember den Vogelbestand des Zoos betreut, zwei Mähnenibisse.

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Die beiden Mähnenibisse sind sozusagen ein "Einstandsgeschenk".
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Die beiden Mähnenibisse sind sozusagen ein "Einstandsgeschenk".
Der Ornithologe möchte seltene Vogelarten aufziehen, um bedrohte Populationen zu vergrößern.

Der Kölner Zoo hat nicht nur einen neuen Vogelkurator, sondern durch ihn auch zwei neue „langmähnige“ Stars. Stolz präsentierte Bernd Marcordes (36), der seit Anfang Dezember den Vogelbestand des Zoos betreut, gestern zwei Mähnenibisse. Die beiden äußerst seltenen, nur auf Madagaskar vorkommenden Vögel mit dem buschigen „Zopf“ sind

sozusagen Marcordes' „Einstandsgeschenk“ an den Zoo. Bisher hatte der Diplombiologe im Vogelpark Walsrode gewirkt und sich dort vor allem als Experte für die Aufzucht von Jungvögeln ausgezeichnet.

Von Beginn an hatte er sich dabei besonders für die seltenen Ibisse interessiert. Nach mehreren Madagaskar-Reisen hatte er 1999 erste Exemplare der vom Aussterben bedrohten Art in den Vogelpark Walsrode überführt und dort weitergezüchtet. Fast alle Mähnenibisse in

den europäischen Zoos stammen von seiner Walsroder Population ab. In der Aufzucht dieser und anderer bedrohter Arten sieht er auch in Zukunft eine seiner Hauptaufgaben: „In Köln gibt es viele seltene, besonders bedrohte Vogelarten. Der Kölner Zoo ist in diesem Bereich Vorreiter. Ich möchte diese Vogelarten kontinuierlich aufziehen, um die bedrohten Populationen wieder zu vergrößern.“

Die beiden Mähnenibisse sollen aber nicht nur als Zuchttiere dienen, sie sollen auch gefiederte „Werbeträger“ für ihr Herkunftsland Madagaskar sein, das dieses Jahr im Mittelpunkt der jährlichen Kampagne der Europäischen Zoos und Aquarien (EAZA) zum Artenschutz steht. Als Werbe-Ikonen zeigten sich die prächtigen Tiere gestern bestens geeignet. Vor der versammelten Fotografenschar stolzierten sie auf und ab, hüpften von Ast zu Ast und zogen sofort alle Blicke auf sich. Aber auch was den erhofften Nachwuchs angeht, machen sich Mercordes und sein Vorgänger, der neue Zoodirektor Theo Pagel, keine Sorgen: „In dieser Kombination mit dem erfahrenen Männchen und dem jungen Weibchen kann ja eigentlich nichts schiefgehen“.



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