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Potenziale sollen sichtbar werden

Von FRANKO FISCHER, 17.03.07, 14:38h, aktualisiert 22.03.07, 13:42h

Rhein-Sieg - Die Region Rhein-Sieg will ihre alternativen Energiepotenziale in Zukunft optimal nutzen und startet ein in Deutschland bislang einmaliges Projekt. Experten aus Österreich erstellen ein digitales Geo- Informationssystem.

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Solarenergie ist einer von sechs Schwerpunkten der Energiestudie Rhein-Sieg, die schon im Herbst erste Ergebnisse bringen soll.
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Solarenergie ist einer von sechs Schwerpunkten der Energiestudie Rhein-Sieg, die schon im Herbst erste Ergebnisse bringen soll.
Rhein-Sieg - Die Region Rhein-Sieg will ihre alternativen Energiepotenziale in Zukunft optimal nutzen und startet ein in Deutschland bislang einmaliges Projekt. Unter dem Namen „EnergieRegion Rhein-Sieg“ werden künftig die wichtigsten regenerativen Energiepotenziale im Kreis in einem einfachen digitalen Geoinformationssystem erfasst.

Als Energieträger werden Biomasse aus der Land- sowie Forstwirtschaft, Solarthermie, Photovoltaik, Windkraft und Geothermie untersucht. Bürger, Betriebe und öffentliche Einrichtungen können in naher Zukunft mittels einer CD-Rom die vorhandenen Energiestrukturen für jeden gewünschten Stand- und Wohnort im Kreisgebiet einsehen. Realisiert wird die Studie von Spezialisten aus Österreich, die bereits eine vergleichbare Arbeit für die Region Salzburg erstellten. Markus Biberacher vom Research Studio Austria: „Im Rhein-Sieg-Kreis werden wir die Potenziale von sechs regenerativen Energieträgern untersuchen, wobei der Fokus auf Erdwärme, Biomasse und Solarthermie liegt. Dabei werden mit Karten des Geologischen Dienstes, der hiesigen Forstämter und des Landesvermessungsamtes nicht nur Wert auf die vorhandenen Potenziale gelegt, sondern auch der Verbrauch in die Berechnungen einbezogen. Die Relation aus Potenzial und Verbrauch ergebe laut Biberacher eine „Bilanzkarte“, die mögliche Energieflüsse aufzeige. „Solarenergie und Windkraft beispielsweise sind schlecht zu speichern. Mittels der Studie ist es aber möglich, aufzuzeigen, in wie weit überschüssige Energien in eine mögliche Biomasseverarbeitung eingehen könnten.“

Mit dem Projekt „EnergieRegion Rhein-Sieg“ legt der Kreis die Basis für eine energieautarke Versorgung in Zeiten des Klimawandels. Wirtschaftsförderer Hermann Tengler sieht darüber hinaus Möglichkeiten, die Attraktivität des Standorts Rhein-Sieg zu steigern. „Egal, ob es darum geht, im Privaten seine kaputte Heizung zu überdenken, oder ob ein neues Baugebiet erschlossen werden soll - mit Hilfe der Studienergebnisse können wir eine nachhaltige, umweltgerechte Energieversorgung auf einem berechenbaren Preisniveau anbieten.“ Gleichzeitig ist die Studie, die nach offiziellen Angaben „einen mittleren fünfstelligen Betrag“ kostet und von der Kreissparkasse Köln unterstützt wird, Basis für den möglichen Aufbau einer kompletten Energie-Industrie im Rhein-Sieg-Kreis. Mit ersten Ergebnissen rechnen die Experten bereits im Herbst diesen Jahres.



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