Erstellt 27.03.07, 18:20h
Der Deutschland-Tour der Rad-Profis droht großer Ärger. Nachdem Tour-Direktor Kai Rapp entgegen früherer Aussagen gestern eine eher nonchalante Einstellung gegenüber einem möglichen Start des in den Fuentes-Dopingskandal verwickelten italienischen Stars Ivan Basso äußerte („Über Bassos Start zu entscheiden, ist Aufgabe des Verbandes. Nicht von uns“), sagte Christian Frommert, der Leiter der Abteilung Sportkommunikation des Deutschland-Tour-Hauptsponsors T-Mobile dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe): „Sollte es wirklich so sein, dass einer der Fahrer an der Deutschland-Tour teilnimmt, die auf der Fuentes-Liste stehen, werden wir entsprechend reagieren.“
Wie eine solche Reaktion aussehen könnte, „werden wir intern besprechen“, sagte Frommert weiter. Die Reaktion jedoch, ergänzte Frommert, „wird deutlich ausfallen“. Denkbare Handlungsmuster, die Frommert nicht bestätigen wollte, wären etwa ein Deutschland-Tour-Boykott des T-Mobile Teams oder aber ein sofortiger Ausstieg des Konzerns als einer der vier Hauptsponsoren der Rundfahrt.
Die Folge davon wäre: Der Etat wäre nicht mehr gesichert. Das Rennen müsste schlimmstenfalls ausfallen. Noch Ende November hatte Rapp dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt: „Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Jan Ullrich und Ivan Basso nicht am Start unseres Rennens stehen.“ Im Falle rechtlicher Auseinandersetzungen „würden wir ziemlich weit, also bis zur Schmerzgrenze gehen“. Ullrich und Basso sollen Kunden des mutmaßlichen Doping-Netzwerk-Betreibers Eufemiano Fuentes sein.
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