Von JESSICA DÜSTER, 12.04.07, 10:57h, aktualisiert 12.04.07, 11:13h
Was im Roman des Comedyautoren Tommy Jaud von in flotten Sprachwitz gekleidete Gedanken und Beobachtungen der Hauptfigur lebt, wird filmisch durch aufdringlichen Off-Kommentar des dauernölenden Oliver Pochers und seine Publikumsansprachen geradewegs in die Kamera der Garaus gemacht. Die thematisch ähnliche Adaption von Sven Regeners „Herr Lehmann“ durch Leander Haußmann funktioniert da wesentlich besser. Übrig bleiben viele altbekannte Gags und ein wenig originelles Storygerüst um einen verzweifelten Junggesellen wider Willen, der sich als Mobilfunkladen-Berater durch seine einsamen Tage schlägt, bis er in einer Filiale der „amerikanischen Kaffeenazis“ die eine entdeckt und fortan diverse Versuche startet, die Milchaufschäumerin zu bezirzen.
Obwohl Jaud und Baumann („Der Wixxer“) seit „Ladykracher“-Zeiten ein eingespieltes Team sind, ein gutes Gespür für Tempo beweisen und es zwischen derben bis lahmen Witzen durchaus punktuelle Einzeiler-Perlen zu beschmunzeln und diverse Lokalitäten der komplett in Köln gedrehten Produktion zu entdecken gibt, steht und fällt ihre Komödie mit dem Mann, der als Protagonist in fast jeder Szene zu sehen ist. Die schauspielerischen Fähigkeiten des Brutalkomikers Pocher jedoch erweisen sich bestenfalls als rudimentär. Kann man aber über dessen TV-Auftritte lachen, wird man vielleicht auch an den Eskapaden seines Alter Egos Gefallen finden.
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