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Verfahrene Situation

Von EVELYN BINDER, 17.04.07, 22:42h

Die Fronten im Tarifstreit zwischen Telekom und Verdi sind verhärtet: Die Gewerkschaft will einer Auslagerung von 50 000 Mitarbeitern bei Lohnverzicht und längerer Arbeitszeit keinesfalls zustimmen.

Die Fronten im Tarifstreit zwischen Telekom und Verdi sind verhärtet: Die Gewerkschaft will einer Auslagerung von 50 000 Mitarbeitern bei Lohnverzicht und längerer Arbeitszeit keinesfalls zustimmen, die Telekom droht damit, die Ausgliederung im Alleingang durchzuziehen und Teile der neuen Servicegesellschaft zu verkaufen.

Diese fast schon rituellen Drohgebärden im Tarifkonflikt helfen nicht weiter. Die Situation ist verfahren: Dass der Konzern unter massivem (Kosten-)Druck steht, Quartal für Quartal eine halbe Million Kunden verliert und sparen muss, wird kein Mitarbeiter bezweifeln. Auch nicht das von den Sparplänen hauptsächlich betroffene Service-Personal, das sich die Schimpftiraden scheidender Kunden Tag für Tag anhört. Dass diese Mitarbeiter allerdings künftig - wie die Telekom fordert - mit zwölf Prozent weniger Gehalt noch motivierter ans Werk gehen werden, ist schon eine abenteuerliche Vorstellung.

Am Ende wird man sich in der Mitte einigen. Denn was sich die Telekom trotz all der Sparzwänge wirklich nicht leisten kann, ist ein noch schlechterer Service.



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