Erstellt 26.04.07, 20:47h, aktualisiert 26.04.07, 22:38h
Der Mord an der 31 Jahre alte Prostituierten Maria S. ist offenbar aufgeklärt. Ein 46-jähriger arbeitsloser Mann ist vor ein paar Tagen in Lyon wegen des dringenden Tatverdachtes festgenommen worden, das Gewaltverbrechen verübt zu haben. Seitdem sitzt er in der JVA in Ossendorf. Der gebürtige Jugoslawe bestreitet allerdings, so der Kölner Express, die Tat begangen zu haben.
Wochenlang waren die Mordermittler auf der Spur des 46-Jährigen gewesen. Wochenlang konnten sie seinen Aufenthaltsort nicht ausfindig machen. Erst durch die Überwachung seines Mobiltelefons spürten sie ihn schließlich in Frankreich auf. Maria S. war Anfang Februar tot in ihrer Wohnung in der Cordulastraße im Eigelstein gefunden worden. Hausbewohner hatten sich über den überquellenden Briefkasten der 31-Jährigen beschwert und die Polizei gerufen. Als die Beamten die Wohnung öffneten, fanden sie die bereits stark verweste Leiche der Maria S. Laboruntersuchungen ergaben, dass die Prostituierte bereits Anfang Januar ermordet worden war. Wahrscheinlich war sie mit einem ihrer Kleidungsstücke erwürgt worden.
Am Tatort fanden die Mitglieder der MK „Maria“ DNA-Spuren von einem Unbekannten. Der Abgleich mit der Datenbank brachte die Fahnder auf die richtige Fährte. Das Genmaterial aus der Cordulastraße stammte überein mit der DNA eines Mannes, der im Jahr 2001 in der Kölner Südstadt eine 17-Jährige belästigt hatte: dem jetzt festgenommenen 46-Jährigen. Unklar ist nach wie vor, warum der Täter sein Opfer getötet hat. Die Wohnung der 31-Jährigen war nicht durchwühlt. Es fehlten keine Wertsachen des Opfers. (tom)
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