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Viele wissen nicht, wie gefährlich sie leben

Von JÜRGEN WASSE, 09.05.07, 17:45h

Bluthochdruck tut nicht weh. Er kommt schleichend, verursacht oft jahrelang keinerlei Beschwerden. Und doch gilt die Hypertonie als größter Risikofaktor für Schlaganfall, für Herzversagen und Herzinfarkt sowie arterielle Verschlusskrankheiten.

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Bluthochdruck (Hypertonie) tut nicht weh. Er kommt schleichend, verursacht oft jahrelang keinerlei Beschwerden. Und doch gilt die Hypertonie (im Gegensatz zur Hypotonie, den niedrigen Blutdruck) als größter Risikofaktor für Schlaganfall, für Herzversagen und Herzinfarkt sowie arterielle Verschlusskrankheiten. Schwerwiegende Folgen sind auch Augen- und Nierenschädigungen.

In Deutschland ist Bluthochdruck die Volkskrankheit Nr. 1. Nach mehreren Studien sind rund 20 Millionen, also jeder vierte Erwachsene - und sogar jeder zweite über 60 Jahre - davon betroffen. Doch kaum die Hälfte der Betroffenen weiß um ihr Leiden oder ahnt es auch nur. Lediglich bei fünf Millionen Patienten ist der Blutdruck bekannt und wird ärztlich behandelt. Von diesen behandelten Bluthochdruckpatienten sind allerdings, das haben ebenfalls Studien ergeben, nur rund 1,5 Millionen „gut eingestellt“ - das heißt, dass sie einen als unbedenklich geltenden „Zielblutdruck“ von unter 140 zu 90 mm Hg aufweisen. Aus all diesen Gründen ruft die Welt-Hypertonie-Liga (WHL) jährlich zu einem Welt-Hypertonie-Tag auf, der in diesem Jahr unter dem Motto „Aktiv gegen Bluthochdruck - gesunde Ernährung, gesunder Blutdruck“ steht. Weil Bluthochdruck sich nicht ankündigt, ist es nach übereinstimmender Ansicht aller Experten umso wichtiger, ihn frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um die gesundheitlichen Risiken möglichst gering zu halten. In allen Fällen sollte zunächst versucht werden, die erhöhten Blutdruckwerte durch Lebensstil-Veränderungen positiv zu beeinflussen. Hierzu zählen: Normalisierung des Körpergewichts, ausreichende körperliche Bewegung und möglichst fettarme Ernährung. Auch Rauchen und Alkoholkonsum gehören zu den Risikofaktoren.

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. (DHL), vertreten durch die örtlichen Selbsthilfegruppen, führt in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Leverkusen und der Reha-Klinik Roderbirken am kommenden Samstag, 12. Mai, 10 bis 13 Uhr, im Forum ein Arzt-Patienten-Forum durch. Mit von der Partie sind namhafte Spezialisten, die in Kurzreferaten vor allem über die Erkennung sowie Erscheinungsformen und Folgen von Bluthochdruck sowie über dessen Therapien referieren.

Zu den Referenten zählen Professor Peter Schwimmbeck, Chefkardiologe am Klinikum Leverkusen (Thema: die Folgen des hohen Blutdruckes an Herz und Kreislauf), sowie Privatdozent Hans-Ludwig Lagréze, Direktor der Klinik für Neurologie, der über die Folgen im Bereich des Kopfs spricht, und Dr. Wolfgang Mayer-Berger, Chefarzt der Reha-Klinik Roderbirken (nicht-medikamentöse Therapie des Hochdrucks) und der Internist Dr. Peinke (Bayer Vital), der über die medikamentöse Therapie des Hochdrucks informiert. Schirmherr für die Veranstaltung ist Heribert Faßbender, ehemaliger Sportchef des WDR, der übrigens selbst regelmäßig joggt.

Während der Veranstaltung haben Betroffene und Interessierte auch Gelegenheit, sich selbst Blutdruck, Blutfettwerte und Blutzucker von dort vertretenen Apotheken messen zu lassen. Hierzu stehen Mitarbeiter der Schlebuscher Carl-Duisberg-Apotheke, der Hubertus-Apotheke (Opladen) und der Germania-Apotheke (Wiesdorf) bereit. Daneben besteht ebenso die Möglichkeit, sich während einer Ultraschalluntersuchung des Herzens und der Halsgefäße durch Ärzte des Klinikums über bereits vorliegende Schäden informieren zu lassen.

Der Eintritt und alle Untersuchungen sind kostenlos.



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