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Stars fordern Hilfe für Darfur

Erstellt 29.04.07, 17:20h

In einer weltweiten Aktion haben Stars wie Elton John, Mick Jagger, Hugh Grant und George Clooney die internationale Gemeinschaft zum Schutz für hunderttausende Menschen in der sudanesischen Region Darfur aufgerufen.

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Protest in London am "Global Day of Action".
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Protest in London am "Global Day of Action".
London - In einer weltweiten Aktion haben internationale Musik- und Filmstars am Sonntag die Öffentlichkeit zum Schutz für hunderttausende Menschen in der sudanesischen Region Darfur aufgerufen. Dem Appell aus Anlass des Aktionstages für Darfur schlossen sich neben vielen anderen die Musiker Elton John, Mick Jagger, Mark Knopfler und Bob Geldof an. Auch das Jad Vaschem Holocaust-Gedenkinstitut in Israel forderte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Unterstützung der bedrohten Menschen in Darfur auf. In zahlreichen Hauptstädten der Welt wurde an den blutigen Konflikt erinnert, der vor vier Jahren ausgebrochen war.

"Die internationale Gemeinschaft muss ihre Untätigkeit beenden und endlich entschlossene Aktionen beginnen", heißt es in dem Appell, den auch die Schauspieler Hugh Grant, George Clooney, Thandie Newton und Don Cheadle unterschrieben. Zum Zeichen des Protestes gegen das anhaltende Blutvergießen in Darfur wurden vor der Downing Street in London und zahlreichen anderen Städten große Sanduhren aufgestellt, in denen statt Sand "Blut" fließt. Insgesamt mehr als 10 000 "Blut- Uhren" sollten bei dem Aktionstag in zahlreichen Orten der Welt an das Morden in Darfur erinnern.

"Es genügt nicht, wenn die internationale Gemeinschaft Verurteilungen veröffentlicht und Erklärungen über die Vereinten Nationen abgibt, während sich dieser von Khartum gesponserte Völkermord ereignet", schrieb Avner Shalev, Vorsitzender des Jad- Vaschem-Instituts an den UN-Generalsekretär. Shalev forderte konkrete Maßnahmen bis hin zur Entsendung von Friedenstruppen in den Sudan. "Mit jedem Tag kommen tausende weitere Namen zu der Liste der Toten." UN-Generalsekretär Ban wurde aufgefordert, die "volle moralische Autorität seines Amtes" einzusetzen, um den "schrecklichen Verbrechen" in Darfur ein Ende zu setzen.

In dem Konflikt, der vor vier Jahren offen ausbrach und bei dem die sudanesische Regierung nach UN-Angaben arabische Milizen gegen die eingesessene schwarzafrikanische Bevölkerung der Region einsetzt, sollen bislang etwa 200 000 Menschen umgekommen sein. Internationale Hilfsorganisationen geben die Zahl Not leidender Darfur-Flüchtlinge mit rund zwei Millionen an. Die Regierung in Khartum hat die Angaben als weit übertrieben bezeichnet.

"Die Verbrechen in Darfur und die verantwortlichen Täter müssen gestoppt werden", heißt in dem von den Stars unterstützten Appell. Großbritannien und die USA haben bereits neue Anstrengungen zur Durchsetzung weiterer UN-Sanktionen angekündigt, mit denen die sudanesische Regierung gezwungen werden soll, den Einsatz einer UN- Friedenstruppe in Darfur nicht länger zu behindern. (dpa)


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