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Drogen-Prozess im Vatikan

Erstellt 06.05.07, 10:11h

Zum ersten Mal in der Geschichte des Kirchenstaats wurde einem Vatikan-Mitarbeiter wegen Drogenbesitzes der Prozess gemacht. In dessen Arbeitszimmer waren 87 Gramm Kokain entdeckt worden. Das Problem: Die Gesetze im kleinsten Staat der Welt sind von 1929.

Rom - Zum ersten Mal in der Geschichte des Vatikans hat in dem Kirchenstaat ein Drogen-Prozess stattgefunden. In dem Verfahren war ein Vatikan-Mitarbeiter angeklagt, in dessen Arbeitszimmer 87 Gramm Kokain entdeckt worden waren. Es sei nicht einfach gewesen, in dem Prozess zu einem Urteil zu kommen, berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Sonntag: Die noch heute geltenden Gesetze im kleinsten Staat der Welt stammen aus dem Jahr 1929 und wurden seither nur wenige Male aktualisiert. Spezifische Regeln zu Drogenbesitz oder -handel seien dort nicht vorgesehen, hieß es.

Nach einer mehrstündigen Debatte sei der Richter trotzdem zu einem Urteil gekommen und habe den Mann zu vier Monaten Haft verurteilt. Bereits vor wenigen Tagen war er entlassen worden, nachdem er sich wegen anderer Vergehen außerhalb der Vatikanmauern auch vor einem italienischen Gericht verantworten musste.

(dpa)



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