Von JOHANNES SCHMITZ, 23.05.07, 18:15h
Diese Asphaltpiste ist zwar durch kleine begrünte Inselchen verkehrsberuhigt. Doch das zeigt laut Anwohnern genauso wenig Wirkung wie die „Tempo 30“-Schilder und die Hinweise auf die Ortsumgehung. Manfred Voigt wohnt auf der Niederkasseler Straße und ist der Meinung, dass das Beruhigungskonzept für die ehemalige Durchgangsstraße nach Niederkassel nicht wie gewünscht fruchtet. Seine Bedenken hat er im Beschwerdeausschuss vorgetragen und dabei durchaus Gehör bei den Politikern gefunden.
„Jeder, der nach Niederkassel oder Rheidt will, fährt durch Uckendorf“, nahm Friedrich Reusch (SPD) die Sorgen der Anwohner auf. Und Marcus Kitz von der CDU meinte: „Alle, die da durchfahren, sind Gewohnheitstäter“.
Kitz bedauert, dass die Polizei bisher nicht zu verstärkten Kontrollen in diesem Bereich bewegt werden konnte. Er glaubt allerdings nicht an die Wirkung von Schildern, sondern brachte Drempel nach holländischem Vorbild ins Gespräch.
Die Verwaltung hat an zwei Tagen im Mai die Autos auf der Niederkasseler Straße gezählt. Rund 5300 Fahrzeuge kommen innerhalb von 24 Stunden durch Uckendorf. Viele davon fahren einfach nur durch ohne ein Ziel in dem kleinen Ort anzusteuern, berichtet Anwohner Voigt aus seiner täglichen Beobachtung. Doch es könnte Hoffnung für ihn und seine Nachbarn geben. Ende des Jahres muss die Straße aufgerissen werden für eine Kanalsanierung. Danach muss die Fahrbahn erneuert werden. Bis dahin könne sich die Politik überlegen, ob sie weitere Beruhigungsmaßnahmen für die Straße wolle, sagte der Beigeordnete Helmut Esch. Dies sei allerdings nicht ganz einfach, denn die Straße werde auch von Linienbussen befahren.
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