Von HERIBERT RÖSGEN, 20.06.07, 23:00h
Bocklemünd-Mengenich - Die sprudelnden Fontänen des neuen Brunnens in der Fußgängerzone Görlinger Zentrum wollte Sparkassen-Vorstandsmitglied Joachim Schmalzl als Symbol für die Möglichkeiten verstanden wissen, die sich für die Menschen in Bocklemünd-Mengenich bieten. Das Geldinstitut finanzierte zusammen mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GAG) den Brunnen, GAG-Vorstand Günter Ott sagte: „Wir wollten nach längeren Planungszeiten mit diesem neuen Treffpunkt ein Zeichen setzen, dass es mit der baulichen Veränderung endlich losgeht.“
Nach dem offiziellen „Wasser marsch!“ dauerte es keine fünf Minuten, bis die ersten Kinder ihre anfängliche Scheu abgelegt hatten und die Möglichkeiten des Brunnens entdeckten. Die Idee vom „Treffpunkt“ interpretierten sie jedenfalls eher so, dass man auch zielgenau jemanden mit dem Wasserstrahl treffen konnte.
Beim Brunnenfest innerhalb der Festwoche zum 40-jährigen Bestehen des „neuen“ Siedlungsteiles von Bocklemünd-Mengenich standen die ehrgeizigen Zukunftspläne im Mittelpunkt. Die 50 000 Euro für das von Architekt Wilhelm Schulte geschaffene Brunnenbauwerk sind erst der Anfang für weitere Investitionen. Die GAG will für mehr als eine Million Euro die Schaufensterfronten aufmöbeln und Lichtakzente an den Gebäuden setzen.
Die Siedlerinteressengemeinschaft Bocklemünd (Sig) erinnerte Bürgermeister Josef Müller daran, dass man seit 40 Jahren auf einen Stadtbahnanschluss warte. Auf der Bühne war ein Haltestellenschild „Görlinger Zentrum“ aufgestellt worden. Sinnigerweise blies das KVB-Orchester dazu einen Marsch. Müller, der sich im Gespräch mit Sig-Vorstandsmitglied Friedrich Weber gut informiert über den Stadtteil zeigte, versicherte, dass die Verlängerung der Stadtbahn-Linie 3 über die heutige Haltestelle Ollenhauerring hinaus „auf gutem Wege“ sei.
Zum Höhepunkt der Festwoche wurde in der Fußgängerzone noch einmal ausgiebig gefeiert. Zunächst mit einem ökumenischen Gottesdienst, an den sich das mit EU-Mitteln finanzierte LOS-Projektfest anschloss. Vom europäischen Programm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ profitiert der Stadtteil seit vier Jahren. In mehr als 50 kleineren Beschäftigungs- und Qualifizierungsangeboten konnten sich Arbeitslose während dieser Zeit in verschiedensten Tätigkeitsfeldern umschauen, wie eine kleine Ausstellung zeigte. Eines davon war ein Modeatelier, dessen Ergebnisse auf der Bühne präsentiert wurden. Projektpartner wie ein örtliches Friseurunternehmen, Kindertagesstätten aber auch der Kölner Spielecircus und der Musikzug „Kölsche Piefe“ beteiligten sich am Programm.
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