Von Helmut Hetzel, 15.07.07, 18:36h
Der Mann ist kein Einzelfall. Mehrere Touristen, die in Amsterdam in „Smart Shops“ oder Coffie-Shops Haschisch oder Pilze mit halluzinogener Wirkung (Magic Mushrooms) kauften und sie einnahmen, büßten das bitter. Wie ein 19-Jähriger aus Island. Er hatte davon gehört, dass man nach dem Verzehr von Drogenpilzen, in den Niederlanden als Paddo“ bekannt, lustig und entspannt werde. Nichts von alledem trat ein. Im Gegenteil. Der junge Isländer geriet auf einen Horror-Trip und wurde von Angstzuständen gepeinigt. Die wurden so unbeherrschbar, dass der Isländer aus dem Fenster im sechsten Stockwerk seines Hotels sprang. ,„Er hat noch Glück gehabt, dass er den Sprung überlebte“, sagte ein Arzt im ,,Onze-Lieve-Vrouwe-Krankenhaus“ in Amsterdam, wo der Junge mehrfach wegen zahlreicher Knochenbrüche operiert werden musste. Normal laufen wird der junge Isländer aber nie wieder können. Seine Zukunft wird er im Rollstuhl verbringen, ein Pflegefall. Noch schlimmer erging es einer 17-jährigen Französin. Auch sie hatte „Paddos“ genommen - und stürzte sich vom Hoteldach. Sie überlebte den Sprung nicht.
Ein 20-jähriger Brite drehte nach dem Konsum von „Paddo“ durch, demolierte erst sein Hotelzimmer und dann die ganze Etage des Hotels. Mehrere kräftige Polizisten hatten Mühe, den randalierenden Briten festzunehmen. Das sind vier Fälle, die sich in nur wenigen Tagen in Amsterdam zugetragen haben. Dennoch bleiben Verkauf und der Konsum dieser gefährlichen Pilze zugelassen. Smart Shops? Die richtige Bezeichnung für die Pilz-Geschäfte ist wohl: Horror-Shops.
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