Von NORBERT RAMME, 22.07.07, 21:57h, aktualisiert 24.07.07, 12:05h
Schwarz war die alles dominierende Farbe, aber es durfte auch schon mal Lila oder Pink, Grün oder Türkis untergemischt werden. Die Kölnerin Charlotte Gerstendorf kam sogar ganz in Weiß - gestylt bis in die Fingerspitzen. „Normalerweise trage ich auch viel Schwarz. Aber in Weiß falle ich hier einfach mehr auf.“
Sehen und gesehen werden. So auch das Motto ihres Freundes Christian Schwert, der mit schwarzem Zylinder wie ein Bräutigam der anderen Art wirkte. Viele Accessoires könnten auch aus dem Fundus einer Domina oder einem Sado-Maso-Studio stammen. Zu Lack und Leder trug man Hundehalsbänder und Nietengürtel, Schnallen und Korsagen. Rollentausch und Rollenspiel gehören mit zum Lebensgefühl der „Schwarzen“. So auch bei Luci aus Hannover, die in ihrem Alltagsjob als Angestellte einer Rechtsanwalts-Kanzlei eher brav und bieder aussieht, am Tanzbrunnen aber mit Dutzenden von Piercings und hochtoupierten Haaren ein Hingucker war. „Mehr als drei Stunden hab ich in mein Outfit investiert“, sagte sie und rauschte ab ins Theater am Tanzbrunnen. Dort wurde Tag und Nacht zu Electro-Klängen getanzt, während sich auf der Bühne Gruppen wie „Funker Vogt“, Unheilig“. „Kryptteria“ oder „Subway To Sally“ abwechselten. Das Festival hatte rund 18 000 Besucher.
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