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Neues Schwergewicht in Spitzenforschung

Erstellt 06.08.07, 21:40h, aktualisiert 06.08.07, 21:47h

RWTH Aachen und Forschungszentrum Jülich arbeiten künftig zusammen: 500 Millionen Euro pro Jahr ist die neue Kooperation schwer. Wissenschafts- minister Pinkwart schwärmt von einem neuen Top-Standort in Europa.

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Die RWTH Aachen, Nordrhein-Westfalens Kandidatin im Eliteuni-Wettbewerb.
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Die RWTH Aachen, Nordrhein-Westfalens Kandidatin im Eliteuni-Wettbewerb.

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen entsteht ein neues Schwergewicht in der internationalen Spitzenforschung. Die RWTH Aachen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) und das Forschungszentrum Jülich haben eine Forschungsallianz gebildet, die künftig über einen gemeinsamen Etat von etwa 500 Millionen Euro im Jahr verfügen wird. Die Wissenschaftler aus Aachen und Jülich legen zunächst ihre Forschungen auf den Gebieten Neurowissenschaft und Informationstechnologe sowie bei den Computer-Simulationen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zusammen. Später wollen Aachen und Jülich auch ihre Energieforschung zusammenlegen. Die Kooperation nennt sich „Jülich Aachen Research Alliance“ (JARA).

Eine so weit reichende Zusammenarbeit einer Universität mit einer außeruniversitären Forschungseinrichtung sei in Deutschland einzigartig, betonten der Rektor der RWTH, Professor Burkhard Rauhut, und der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Professor Achim Bachem, am Montag bei der Vertragsunterzeichnung in Düsseldorf. Hochschule und Forschungszentrum haben sich verbindlich verpflichtet, über Personal, den Kauf von Großgeräten und die Forschungsvorhaben gemeinsam zu entscheiden.

Geballte Kompetenz

Die RWTH und das Forschungszentrum haben zusammen 11 000 Mitarbeiter und verfügen über Etats von insgesamt rund 910 Millionen Euro. Jülich verfüge über grundlagenstarke Naturwissenschaftler und eine einzigartige Geräteausstattung, die RWTH über die anwendungsstarken Ingenieurwissenschaftler und eine renommierte Ausbildung, stellte Bachem heraus.

NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel (CDU), nannten die Vereinbarung „richtungweisend“. Damit werde die strenge Trennung von Universitäten und Großforschungseinrichtungen aufgehoben. Die enge Zusammenarbeit von Aachen und Jülich ist auch eine Reaktion auf den Ausgang der ersten Runde der Exzellenzinitiative. Im vergangenen Jahr war Aachen bei der Auswahl der Elite-Universitäten nicht zum Zuge gekommen. Damals hatten Hochschulen, die eng mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, mehr Erfolg.

JARA mache die „Region Aachen / Jülich zu einem Top-Forschungsstandort in Europa, der weltweit wahrgenommen wird“, sagte Pinkwart. Die Zusammenarbeit sei kein Sparprogramm. Bund und Land müssten künftig mehr Geld aufbringen, damit JARA erfolgreich gegen die großen Forschungsstandorte in der Welt antreten könne. (dpa)

 www.rwth-aachen.de

 www.fz-juelich.de



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