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Giordano schlägt Einladung der Ditib aus

Erstellt 16.08.07, 21:09h, aktualisiert 17.08.07, 00:08h

In einem offenen Brief an die Türkisch-Islamische Union bezeichnete der Publizist Ralph Giordano den Islam als unvereinbar mit dem Grundgesetz - und verweigerte sich einem Gespräch mit der Ditib.

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Ralph Giordano
Der Kölner Publizist Ralph Giordano wird die Einladung der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) zu einem Gespräch über den Islam und den geplanten Moscheebau nicht annehmen. Die Zentralmoschee sei eine „Gigantomanie“, die Architektenpläne seien „von vornherein eine Art Kriegserklärung an die Umwelt“.

In einem offenen Brief an die Ditib begründete der 84-Jährige seine Ablehnung, es könne dabei nur zu einem Austausch bekannter Meinungen kommen. „Dazu kommt, dass ich mich mit Leuten, die den Völkermord an den Armeniern 1915 / 16 leugnen, ebenso wenig an einen Tisch setzen werde wie mit den Lügnern von der »Auschwitzlüge«“.

Giordano hält die Lehre des Korans für unvereinbar mit dem Grundgesetz. „Ich frage mich, wie jemand, dem der Koran, diese Stiftungsurkunde einer archaischen Hirtenkultur, heilig ist, auf dem Boden des Grundgesetzes stehen kann . . . Das eine schließt das andere aus.“ Der Koran sei eine „Lektüre des Schreckens und der Fassungslosigkeit, mit ihren unzähligen Wiederholungen, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden“.

Giordano bezweifelt, ob Integration überhaupt möglich ist. Aus seiner Sicht werden letztlich alle Bemühungen auf einen Zustand hinauslaufen, „der Mehrheitsgesellschaft und muslimische Minderheit zwingt, auch ohne Integration miteinander friedlich auskommen zu müssen“. Das sei das Ergebnis einer „ebenso verfehlten wie unverantwortlichen Immigrationspolitik“ deutscher Politiker.

Ditib reagiert mit Unverständnis

Die Ditib reagierte mit Unverständnis auf die Kritik. Giordanos Antwort zeichne sich durch „Polemik, Diffamierung, Unkenntnis und mangelnde Dialogbereitschaft aus“, heißt es in einer Stellungnahme. Giordano spreche sich „mit seinem Fatalismus gegen eine notwendige, zukunftsorientierte Integrationspolitik in Deutschland“ aus. Für die zukünftigen Generationen sei ein solcher Dialog jedoch entscheidend. Als Intellektueller solle er „seine Meinung auf einer fundierten Informationsbasis bilden und nicht fahrlässig damit umgehen“, so die Ditib. Aus diesem Grund habe man ihn eingeladen. Sie wies den Vorwurf, die Ditib verfolge mit dem Bau in Wahrheit die Absicht, „mehr Macht, mehr Einfluss“ zu gewinnen, zurück. Auch Giordanos Urteil gegenüber den Moscheeplänen der Architekten Paul und Gottfried Böhm zeuge von Unkenntnis.

„Giordanos Aussage, dass Kulturen, die in Hirtenkulturen ihren Ursprung haben, heute nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sein sollten, verwundert doch sehr.“ Mit dieser Polemik greife der jüdische Autor nicht nur den Islam, sondern auch das Judentum und das Christentum an. „Die Ditib hofft, dass Ralph Giordano als anerkannter Intellektueller den Weg zurückfindet zu einem kritischen und sinnvollen Dialog, der doch in seinen früheren Jahren das Leitbild seiner Arbeit war.“ (ksta)



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