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Tiefensees Lob für Moscheebau

Von JOHANNES PUDERBACH, 30.08.07, 21:10h

Während Köln noch streitet, wird in Duisburg schon gebaut: In Marxloh entsteht die größte Moschee Deutschlands. Sie soll im nächsten Frühjahr fertig sein. Der Bundes-Bauminister besuchte nun das Projekt der Ditib.

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Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee informierte sich in Duisburg am Modell der Moschee über deren künftiges Aussehen.
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Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee informierte sich in Duisburg am Modell der Moschee über deren künftiges Aussehen.
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Eine der Bunkeranlagen, die künftig besichtigt werden können. BILD: PUDERBACH
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Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee informierte sich in Duisburg am Modell der Moschee über deren künftiges Aussehen. BILD: DPA

Duisburg - Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die hohe Akzeptanz der im Bau befindlichen Moschee in Duisburg-Marxloh gelobt. Grund dafür sei sicher die „Offenheit und Transparenz“, die das islamische Gotteshaus ausstrahle, sagte er am Donnerstag bei einem Besuch der Moschee der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib). Die „bauliche Verzahnung“ der Gebetsräume mit der Begegnungsstätte sei gelungen. So könne das Haus zu einem Anziehungspunkt im Stadtteil werden und eventuelle Vorbehalte würden überwunden.

Große Akzeptanz in der Stadt

Beim Rundgang durch den Rohbau lobte Tiefensee auch, dass es in Duisburg gelungen sei, Vertreter der Stadt und der Kirchen von Anfang an in die Planungen einzubeziehen. Wohl deshalb sei die Akzeptanz sofort groß gewesen. Die Moschee-gemeinde will unter dem Leitwort „Begegnungen unter der Kuppel“ künftig ein Forum für interreligiöse und interkulturelle Gespräche bieten. Die EU und das Land Nordrhein-Westfalen fördern das in dieser Form bundesweit einmalige Projekt mit 3,6 Millionen Euro. Beteiligt sind auch die katholische und evangelische Nachbargemeinde. In Duisburg leben 60 000 türkische Muslime.

Die Duisburger Moschee soll 1300 Muslimen Platz bieten. Die Baukosten von mehr als sieben Millionen Euro trägt Ditib. Mehr als 60 Prozent waren aus Spenden zusammengekommen. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2008 abgeschlossen sein. Der Neubau bekommt eine Grundfläche von 40 mal 28 Metern. Die Außenfassade mit einem 34 Meter hohen Minarett und die Hauptkuppel sind fast fertig. Die Gerüste sind noch nicht abgebaut. Es folgt die Fertigstellung der Innenausstattung.

In der Begegnungsstätte soll es Räume für die Frauen- und Jugendarbeit sowie eine Bibliothek geben. Der Minister reist noch bis Freitag durch mehrere Städte und Gemeinden in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, um Projekte mit sozialem und kulturellem Charakter in Augenschein zu nehmen. Das Thema der Reise lautet „Soziale Stadt und Integration.“ (kna)



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