Erstellt 31.08.07, 17:38h, aktualisiert 31.08.07, 17:41h
Die Stahlleitungen laufen laut Plan zwei Meter unter der Erdoberfläche und nehmen samt Zwischenräumen eine Breite von zehn Metern ein. Durch die Rohre sollen Gas, Diesel, Naphta, Propan, Butan, Kerosin und Hydrowax fließen. Die Leitung sei wichtig für die „Standortsicherung“, umschrieb Koos Beurskens, stellvertretender Standortleiter, die Möglichkeit, im Falle des Scheiterns der Pipeline könnten Arbeitsplätze verloren gehen.
Der erste Beigeordnete der Stadt, Helmut Esch, machte klar, dass Niederkassel nicht die Macht habe, das Projekt zu verhindern. Die Entscheidung werde beim Regierungspräsidium getroffen, sagte er. Die Stadt habe aber ein Wörtchen mitzureden.
Und so äußerten einige Politiker ihre Bedenken. Vor allem die Frage, ob das Durchstoßen der Leitung durch den sanierten Altdeich nicht den Hochwasserschutz gefährde, stand im Raum.
Laut Shell ist das kein Problem. Und CDU-Ratsherr Paul Bonsels erinnerte an die Durchquerung des Deichs durch andere Leitungen. Helmut Esch sagte allerdings, es gebe noch „Diskussionsbedarf“ um die Stelle, an der die Leitung den Langeler Bogen neben dem geplanten Einlassbauwerk des Retentionsraumes in den Rhein verlässt.
Die Leitung soll in Lülsdorf nach den Plänen des Öl-Konzerns unter den bestehenden Feldabgrenzungen und Landschaftswegen verlaufen, um die im Langeler Bogen bestehenden Besitz- und Nutzverhältnisse zu berücksichtigen. Die Rohre linksrheinisch zu verlegen sei die deutlich schlechtere Lösung, da sie dann durch dicht besiedeltes Gebiet führen würden. Und die Pipeline nicht nur beim Übertritt von Godorf nach Niederkassel und von dort nach Wesseling unter den Rhein zu legen, sondern komplett, werde nicht genehmigt, sagte Shell.
Die Fragen der Politiker an die Konzern-Vertreter zielten auch auf mögliche Notfälle. Die Feuerwehr des Unternehmens werde nicht au ßerhalb des Firmengeländes agie ren, teilte Shell mit. Doch sie werde die Niederkasseler Wehr „unterstüt zen“. (js)
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