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Köln lässt den DFB nicht in Ruhe

Von FRANK NÄGELE, 02.09.07, 21:36h, aktualisiert 02.09.07, 22:40h

Nach den Aussagen des Co-Trainers Georg Koch über den Kontakt zu Christoph Daum in der Halbzeit-Pause gibt es neue Ermittlungen. Der FC dementiert heftig. Manager Meier: „Ich kann mir das nicht erklären.“

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Kölner Spieler sind mit Schiedsrichter Gräfe nicht zufrieden.
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Kölner Spieler sind mit Schiedsrichter Gräfe nicht zufrieden.
München / Köln - Der 1. FC Köln hat in diesen Tagen eine Außenwirkung, von der man sich in der Stadt ebenso wenig eine Vorstellung macht, wie sie der Fremde von den Befindlichkeiten innerhalb der Metropole des Frohsinns hat. Aufklärung ist deshalb in jeder Hinsicht eine gute Sache. Der FC-Profi Thomas Broich wurde nach dem 1:1 in München gefragt, was denn da los sei am Rhein - Trainersperre, Disziplinarmaßnahmen gegen eigene Spieler, allfällige Turbulenzen. Darauf antwortete der gebürtige Bayer mit todernster Miene: „Wissen Sie, wir sind ein Karnevalsverein. Wir brauchen das. So etwas ist für uns Doping.“

Hoffentlich nimmt der Deutsche Fußball-Bund diese Aussage nicht wörtlich, sonst eskaliert die Situation noch weiter. Gerade als es aussah, als hätte der FC ohne seinen gesperrten Trainer Christoph Daum eine sportliche Antwort auf die spannendsten Fragen der letzten Tage gegeben, kam Daums Assistent Georg Koch und entfachte den Wahnsinn neu. Der Satz, „Es gab nur eine kurzen Verbindung in der Halbzeit“, veranlasste den DFB, Nachforschungen darüber aufzunehmen, ob der FC die Vorschriften für das Kontaktverbot des bestraften Trainers unterlaufen hat. Horst Hilpert, Chef des Kontrollausschusses, forderte Koch umgehend zu einer Stellungnahme auf. Bereits heute soll eine Entscheidung fallen.

Das gesamte Wochenende lang war der Verein damit beschäftigt, Kochs Aussage zu relativieren. „Ich kann mir nicht erklären, wie es dazu kam“, erklärte Manager Michael Meier noch am Sonntag, „Roland Koch sagte mir, er wollte die Lorbeeren für die gute Leistung nicht alleine für sich beanspruchen, vielleicht hat es damit zu tun. Aber was nicht ist, kann nicht geschehen sein. Es gab keinen Kontakt. Ich bin extra deshalb nicht in die Kabine, dass keiner sagen kann, jetzt spielt der Meier den Boten für den Trainer.“

Die Frage ist freilich, wie der DFB das Dementi der Kölner einschätzt, das durch neutrale Zeugen bestätigt wurde. Denn Köln hat zuletzt kaum eine Gelegenheit ausgelassen, negativ aufzufallen. Auch die Szene, die zum Münchner Ausgleich kurz vor Schluss führte, wollte der FC nicht unkommentiert hinnehmen. „Das war ein lehrbuchmäßiges Tackling von Mohamad“, sagte Meier zum Zweikampfverhalten des Libanese gegen den Münchner Gebhart, „er ist einer der ganz wenigen Spieler, die so etwas können, deshalb finde ich schade, dass so etwas als Strafstoß gepfiffen wird.“ Als Neuaufnahme der Kritik am Schiedsrichterwesen will Meier das nicht verstanden wissen: „Wenn man so etwas nicht sagen darf, weiß ich auch nicht.“ Bevor es allerdings ganz untergeht: Der FC hat in München sein bestes Saisonspiel gemacht, vor allem dank Youssef Mohamad, der die wacklige Defensive ganz alleine zusammenkittet.



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