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Von RALF ROHRMOSER-VON GLASOW, 04.09.07, 18:16h

Hennef - Die Motorsportabteilung ist raus, zwei Atemluftstudios in Bonn und Frankfurt sind abgestoßen - bittere Einschnitte hat die „Airnergy“ - vorgenommen. Die Firma wird neu strukturiert, um eine Insolvenz abzuwenden.

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Der Berater Pitt Weber.
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Der Berater Pitt Weber.
Hennef - Die Motorsportabteilung ist raus, zwei Atemluftstudios in Bonn und Frankfurt sind abgestoßen - bittere Einschnitte hat die „Natural energy solutions“ (Nes) - besser bekannt als „Airnergy“ - vorgenommen. „Wir sind knapp an der Insolvenz vorbei gerutscht“, sagt Pitt Weber, der vom Aufsichtsrat des Unternehmens als Berater eingesetzt wurde. Der ehemalige Staatssekretär unter Oskar Lafontaine war nach Hennef geschickt worden, um sich einen Überblick zu verschaffen. Schon nach kurzer Zeit war klar: „Es steht nicht so gut um die Firma.“

In einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats wurde beschlossen, Teile der Aktien zu verkaufen, um frisches Geld zu bekommen. Zudem wird der Fuhrpark radikal verkleinert. „Wir müssen uns von allem trennen, was nichts bringt“, stellt Weber klar.

Erstmals in der Firmengeschichte hat er zu Mitarbeiterversammlungen eingeladen. Die Beschäftigten waren verunsichert, in den vergangenen drei Monaten flossen nur Teile der Gehälter. „Sie haben Angst um ihren Job und vor ihrer Bank“, weiß der erfahrene Berater. „Und die Angst ist berechtigt.“ Aber auch wenn die Rettung noch nicht gesichert ist, gibt er sich zuversichtlich: „Es wäre ein Jammer, wenn das Unternehmen den Bach runter ginge. Wir haben gemeinsam den Willen, es zu schaffen.“ Ob „Nes“ in dieser Größe erhalten bleibt, steht in der Diskussion, Entlassungen stünden aber aktuell nicht an.

Die Zuständigkeiten in der Geschäftsleitung müssen nach seinen Worten neu und klar geordnet werden. Gerade im Export, mit Schwerpunkt Osteuropa, erschlössen sich neue Märkte. „Das Produkt ist hervorragend, die Erfindung von Jörg Klemm genial“, schwärmt Weber, der die Atemluftergänzung selbst benutzt und die Insulingaben wegen seiner Diabetes verringern konnte. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden Guido Bierther attestiert er, trotz der Schieflage, ein guter Verkäufer zu sein, der mit seinem Vermögen einsteht. Webers Beraterhonorar hat symbolischen Charakter: Einen Dollar verdient er im halben Jahr.



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