Von Joachim Frank und Matthias Pesch, 01.11.09, 13:07h, aktualisiert 01.11.09, 13:09h
Meisner hatte von einem „unaufgebbaren Zusammenhang zwischen Kultur und Kult“ gesprochen. „Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte.“ Der Künstler werde dem Bild vom Menschen nur gerecht, wenn er ihn nicht nur profan begreife, sondern auch sakral.
Im Anschluss an die Messe im Dom weihte Meisner vor rund 650 Gästen das neue, vom Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfene Diözesanmuseum Kolumba. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) nannte das Museum „ein Symbol für die Verschmelzung von christlicher Kirche und europäischer Kultur“. Zumthor selbst sagte, er sei „stolz, einen Teil meiner Lebenszeit an diesem Ort verbracht zu haben“.
Zu Meisners Bemerkung über die „entartete“ Kunst sagte die Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig (Grüne): „Das Wort »entartet« in Verbindung mit Kunst zu bringen, sollte heute in Deutschland unmöglich sein.“ Der Jesuitenpater Friedhelm Mennekes von der Kölner „Kunststation Sankt Peter“ sprach von einer „sehr unglücklichen Formulierung“, die „für die allgemeine Verwendung gesperrt“ sein sollte.
Kardinal Meisner
02.11.2009 | 09.26 Uhr | ruham
Man sollte die mittlerweile "entartenden" Komentare dieses klerikalen Don Quichotte keiner ernsthaften Würdigung mehr unterziehen, vielmehr mit der…
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