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Barakat gab den Pokal postwendend zurück

Von THOMAS SCHMITZ, 14.10.07, 17:01h, aktualisiert 14.10.07, 17:04h

Weilerswist - Faire Geste bei der „Euskirchener Fight-Night IV”. Der Hauptkampf des Abends ging über vier Runden und wirkte zerfahren. Die größte Aufmerksamkeit erhielten die Euskirchener Kämpfer.

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Baker Barakat (weiße Hose) zeigte sich als fairer Sportsmann. Obwohl die Punktrichter ihn als Gewinner sahen, unterstützte er den Protest seines Gegners Ogün Sesli.
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Baker Barakat (weiße Hose) zeigte sich als fairer Sportsmann. Obwohl die Punktrichter ihn als Gewinner sahen, unterstützte er den Protest seines Gegners Ogün Sesli.
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Marion Eugen-Hentschel (rechts) machte mit Jacqueline Norbert kurzen Prozess.
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Weilerswist - Es war mit Sicherheit die größte Geste des Abends. Ringsprecher Dirk Spickermann verkündete die Entscheidung der Punktrichter, die besagte, dass Baker Barakat den Kickbox-Kampf gegen Ogün Sesli mit 2:1 gewonnen hatte. Doch der Euskirchener Barakat gab den Pokal postwendend zurück. Manche der rund 700 Zuschauer in der Weilerswister Erft-Swist-Halle jubelten, Pfiffe waren aber auch zu hören.

Das Team von Ogün Sesli legte umgehend Protest gegen das Urteil ein. Hinter den Kulissen berieten sich die Kampfrichter dann erneut und kamen zu einer anderen Entscheidung, an der Baker Barakat maßgeblichen Anteil hatte: Die Niederlage Seslis wurde in einen Sieg umgewandelt.

Wäre dies nicht geschehen, hätte der „Euskirchener Fight-Night IV“, die diesmal in Weilerswist stattfand, ein fader Beigeschmack angehaftet. Denn der Wuppertaler Sesli war in den drei Runden mindestens gleichwertig. Zwar zeigte Barakat, Leiter der veranstaltenden Kampfsportschule „Energy Gym“, die weitaus spektakuläreren Einzelaktionen. Doch wie in allen Kampfdisziplinen darf es nur darauf ankommen, wie oft und wie wirkungsvoll man den Gegner trifft. Und da lag Ogün Sesli vorne, denn Barakats Sprünge gingen oft ins Leere.

Natürlich war es Baker Barakat hoch anzurechnen, dass er überhaupt zu einem ernsthaften Kampf in den Ring gestiegen war. Vorbereiten konnte er sich kaum. Die ganze letzte Woche war er in Sachen „Euskirchener Fight-Night IV“ unterwegs, hatte in der Nacht zum Samstag wegen der Vorbereitungen kaum geschlafen und stand noch 30 Minuten vor seinem Kampf als Betreuer am Ring. Ein Mammutprogramm also, das letztendlich in einer sympathischen Niederlage endete.

Der Hauptkampf des Abends fand zwischen dem Frechener Stefan Raaff und dem Frankfurter Nebojsa Ivkovic statt. Bereits vor drei Monaten, bei der dritten Auflage der Fight-Night in der Euskirchener Jahnhalle, standen sich die beiden gegenüber. Damals schlug Raaff seinen Gegner in einem spektakulären Schlussspurt k.o. Diesmal sollte der Kampf über die volle Distanz gehen, wobei sich Raaff über Ivkovics Schludrigkeit geärgert haben dürfte.

Rund 30 Sekunden vor Ende der ersten Runde fiel Ivkovic nämlich auf, dass er ohne Mundschutz kämpfte. Zu Beginn der zweiten Runde löste sich das Klebeband um seine Handschuhe. Raaff verdrehte genervt die Augen und war sichtlich in seiner Konzentration gestört. Bleibt die Frage, ob es wirklich nur Schusseligkeiten von Ivkovic oder vielleicht doch gezielte Psychospielchen waren. Drei Runden lang sah man einen recht zerfahrenen Boxkampf. Erst in der letzten von vier Runden drehte Raaff auf und gewann letztlich verdient.

Die größte Aufmerksamkeit erhielten mit Sicherheit die Euskirchener Kämpfer. Schwergewichtsboxer Sebastian Tuchscherer lieferte sich einen ausgeglichenen Kampf gegen Ali Hassanzadeh aus Königswinter, der zurecht in einem Unentschieden mündete. Vollkommen austrainiert zeigten sich Viktor Dick und sein Kontrahent Kai Tschallinger aus Dorsten. In Runde Zwei warf Tschallingers Ecke das Handtuch. Zuvor hatte Jurastudent Dick ihm mit Tritten und Schlägen ordentlich zugesetzt.

Carolin Schmidt gewann einen ausgeglichenen Kampf gegen ihre Kontrahentin Juliane Ulrich aus Duisburg, während Marion Eugen-Hentschel ihre Gegnerin Jacqueline Norbert aus Köln ausknockte.



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