Erstellt 12.10.07, 18:23h
Militär:
Das ISAF-Mandat: Die "International Security Assistance Force" soll die afghanische Regierung dabei unterstützen, die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Mehr als 3.000 deutsche Soldaten sind derzeit unter dem ISAF-Kommando im Einsatz. In Kundus und Faisabad im Norden des Landes führt die Bundeswehr zwei regionale Wiederaufbauteams, in denen Zivilisten und Militär zusammenarbeiten. Bis zu 500 weitere Soldaten sind für den Tornado-Einsatz vorgesehen, der erstmals in einem Mandat mit der ISAF-Beteiligung zur Abstimmung stand.
"Operation Enduring Freedom" (OEF):
Der US-geführte Einsatz zum Kampf gegen den Terrorismus umfasst für Deutschland zum einen die umstrittene Beteiligung von bis zu 100 KSK-Elitesoldaten in Afghanistan, die allerdings offenbar seit geraumer Zeit nicht mehr angefordert wurden. Daneben ist die Bundeswehr innerhalb der OEF mit einer Fregatte am Horn von Afrika im Einsatz. Bis zu 1.400 Soldaten können eingesetzt werden, tatsächlich sind es nur wenige hundert. Über eine Verlängerung soll der Bundestag voraussichtlich im November entscheiden.
Entwicklungshilfe:
Schwerpunkte sind wirtschafte Entwicklung, Strom- und Wasserversorgung, Gesundheit, Minenräumung und Bildung. Hinzu kommt die Hilfe für Flüchtlinge, Rückkehrer sowie bedürftige Frauen und Kinder. Bis 2010 will Deutschland insgesamt mehr als 885 Millionen Euro Hilfe für den Wiederaufbau bereitstellen. In diesem Jahr wurde die Hilfe von 80 auf 100 Millionen erhöht. 2008 soll sie auf 125 Millionen Euro steigen. Im Rahmen der humanitären Hilfe hat Deutschland seit 2001 mehr als 73 Millionen Euro gezahlt.
Polizeiarbeit:
Im April 2002 übernahm Deutschland die führende Rolle beim Aufbau der afghanischen Polizei. Seit Mitte Juni 2007 gehört das deutsche Polizeiprojektbüro zu EUPOL Afghanistan. Ingesamt wurden bisher knapp 5.000 afghanische Polizisten ausgebildet und mehr als 14.000 fortgebildet. Jährlich investiert Deutschland rund zwölf Millionen Euro in den Polizeiaufbau.
Kultureller Wiederaufbau:
Das Auswärtige Amt unterstützt auch kulturelle und bildungspolitische Projekte in Afghanistan. Dazu zählen das im September 2003 eröffnete Goethe-Institut in Kabul, Medien sowie eine Jungen- und eine Mädchenschule in Kabul, in denen Deutsch als erste Fremdsprache gelehrt wird. (11756/12.10.2007) (epd)
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