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Mitsprache beim Geldausgeben

Von ANDREAS DAMM, 22.10.07, 22:55h, aktualisiert 22.10.07, 23:03h

Der erste Bürgerhaushalt findet eine unerwartet große Resonanz. Erstmals können die Kölner an den Beratungen über den Etat mitwirken. Die Bürger wünschen sich Sauberkeit, schönere Spielplätze und weniger Staus.

BILD: C.P: RAKOZY
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Bürgervorschlag: Attraktivere Spielgeräte und besser gepflegte Spielplätze.
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Bürgervorschlag: Attraktivere Spielgeräte und besser gepflegte Spielplätze.

Der eine wünscht sich bessere Fahrradwege, der andere eine Sitzbank unter der Platane am Marienplatz in der Altstadt. Saubere Straßen und Grünanlagen, schönere Spielplätze, weniger Staus - das sind mehrfach genannte Anregungen, wofür die Stadt mehr Geld ausgeben soll. Ob die Vorschläge umgesetzt werden, muss der Rat entscheiden.

Seit gestern können die Kölner erstmals an den Beratungen über den Etat mitwirken. Jeder kann vorschlagen, wo die Stadt Geld ausgeben oder aber sparen soll. Die Anregungen können im Internet bewertet werden. Der Sparvorschlag etwa, abends nach 20 Uhr die meisten Ampeln abzuschalten, hat bereits erste Unterstützer gefunden. Mit mehr 250 Eingaben am ersten Tag sei die Beteiligung besser als erwartet, sagte der Chef der städtischen Internet-Redaktion, Ralf Huttanus. „Das wird eine richtig dicke Liste mit etwa 8000 Vorschlägen“, ahnte Kämmerer Peter-Michael Soénius. Zum Start beschränkt die Stadt die Mitwirkung auf drei Themenfelder: „Straßen und Plätze“, „Grünanlagen“ und „Sport“. In den kommenden Jahren sollen es dann mehr und mehr Themen sein. Zum Auftakt informierten Mitarbeiter der Verwaltung interessierte Bürger gestern Abend im Gürzenich. 400 Frauen und Männer kamen, darunter viele ältere. Gegner des Hafenausbaus in Godorf nutzten die Gelegenheit, um für den Erhalt der Sürther Aue zu demonstrieren. Der erste Vorschlag war in der Nacht zum Montag um 1.28 Uhr eingegangen. Ein Bürger forderte mehr Kontrollen gegen die Verschmutzung durch Hundekot. Möglicherweise, so mutmaßte Kämmerei-Leiter Hans-Dieter Körber, sei dem Mann auf dem späten Nachhauseweg ein Missgeschick passiert.



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