Von THOMAS SCHMITZ, 24.10.07, 18:56h
Ausschlaggebend waren die Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Kreis Euskirchen durch eine zweibändige Publikation sowie das grenzübergreifende Projekt „Besatzungszeiten - Occupations: Die Ardennen 1914-1918 / Das Rheinland 1918-1930“, das mit dem Geschichtsverein der französischen Partnerstadt Charleville-Mézières erarbeitet wurde.
„Geschichte soll den Verstand erneuern“, sagte Fings. Beim Kreisgeschichtsverein müsse man keine Angst haben, dass sich „Hobbyhistoriker ohne Hintergrund“ mit „rückwärts gewandter Heimat-Tümelei“ beschäftigen. Im Gegenteil: „Die vielen Publikationen haben die hohe Kontinuität der Arbeit des 800 Mitglieder starken Vereins bewiesen“, so Fings. Ein besonderes Merkmal sei die Modernität - ein Verdienst des Vorsitzenden Reinhold Weitz. Der Historiker und ehemalige Lehrer leitet seit 1983 die Geschicke des 1958 gegründeten Vereins, den er methodisch und inhaltlich modernisiert habe.
„Ich habe schon so manche Rolle im Verein überstanden. Aber heute betrete ich Neuland“, bedankte sich Weitz für den von Achim Konejung überreichten Preis. Lob akzeptiere er als sachlicher Mensch normalerweise nur in kleinen Dosen. „Die Konejung-Stiftung nimmt einen kleinen, etwas breit geratenen Menschen an die Hand und setzt ihm ein Krönchen auf, nicht wissend, ob das gerechtfertigt ist“, scherzte er.
Die Stiftung und der Geschichtsverein seien Verbündete für eine gute Sache. Zwar seien die Wahrnehmung und das öffentliche Auftreten unterschiedlich, die Ziele aber gleich. „Wir überschreiten die Grenzen, unterziehen Geschichte einer kritischen Betrachtung, fragen nach den Ursachen und berichten nicht nur über die Tragödien, sondern richten den Blick auch auf die Verhältnisse und betrachten den Zeitgeist, ohne das Verhalten einzelner Personen moralisch zu verurteilen“, erklärte Weitz.
Je mehr man Vorgängen nachspüre, desto mehr verschwinde das Schwarz-Weiß-Bild und es überwögen die Grautöne. Ohne Anbindung an eine Institution oder ein Kulturzentrum fühle sich der Verein wie ein David, meinte Weitz, kam aber zu dem Schluss: „Small is beautiful oder: Es lohnt die Mühe und führt zum Großen, wenn Kleine sich zusammentun.“
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Schwaches Bayer verliert beim BVB
Blockadehaltung im UN-Sicherheitsrat
![]() |
Mahjongg Fortuna » 2337 Spieler |
![]() |
Zuma » 1507 Spieler |
![]() |
Bookworm » 1263 Spieler |
![]() |
Bubble Shooter » 1034 Spieler |
![]() |
Bejeweled 2 » 956 Spieler |