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In fast jedem Joghurt steckt Gentechnik

Von JESSICA BACKHAUS, 29.10.07, 11:51h

Die Lebensmittelindustrie setzt auf genveränderte Produkte und verunsichert damit die Verbraucher, denn der Verbraucher erhält letztlich nur einen begrenzten Einblick in Gentechnik.

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Mais gilt zusammen mit Soja als Vorreiter unter den gentechnisch veränderten Lebensmittlen.
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Mais gilt zusammen mit Soja als Vorreiter unter den gentechnisch veränderten Lebensmittlen.
In keinem Industriezweig ist der Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden so stark zu spüren wie in der Nahrungsmittelindustrie. Durch den Einsatz von Gentechnologie finden derzeit in dieser Industrie tiefgreifende Umwälzungen statt. Die Öffentlichkeit erhält allerdings nur einen begrenzten Einblick. Viele verunsichert das Thema daher. Wie funktioniert Gentechnik und kann sie uns schaden? Welche Lebensmittel werden mittels Gentechnik optimiert?

Bier: In Schweden und England gibt es bereits Bier mit gentechnisch veränderten Zusätzen wie Mais, Reis und Hefe. In Deutschland ist den Brauereien der Einsatz solcher Rohstoffe eigentlich durch das Reinheitsgebot untersagt. Allerdings muss in der EU paradoxerweise nicht nachgewiesen werden, wenn gentechnisch veränderte Hefe verwendet wurde.

Erbsen: Im Handel sind keine gentechnisch veränderten Erbsen erhältlich.

Erdnuss: Gentechnisch veränderte Erdnüsse sind nicht im Handel zu bekommen.

Fisch: Bislang sind keine transgenen Fische erhältlich.

Fleisch: Genmanipulierte Tiere sind zwar für die Produktion von Lebensmitteln nicht zugelassen, aber die GM-Produkte finden den Weg in den Fleischhandel über die Futtermittel.

Joghurt: In fast jedem Joghurt steckt Gentechnik, denn in der EU werden sehr viele Milchkühe mit gentechnisch manipuliertem Futter ernährt. In den Fruchtzubereitungen kann die Gentechnik in vielen Bestandteilen stecken: in Zucker und Zuckerersatzstoffen, den Stärken und Aromastoffen.

Kartoffeln: Im Handel sind gentechnisch manipulierte Kartoffeln noch nicht erhältlich.

Mais: Mais gilt als Vorreiter unter den gentechnisch manipulierten Gemüsen. Er findet sich in Maiskeimöl, Popcorn, Cornflakes, als Bindemittel in vielen Fertig- und Büchsengerichten und dient dem meisten Nutzvieh wie Kühen, Schweinen und Hühnern als Futtermittel.

Milch und Käse: Da die Milch in der EU meist von mit gentechnisch verändertem Futter ernährten Kühen stammt, finden sich auch in Milch und Käse gentechnisch veränderte Zusätze.

Reis: Gentechnisch veränderter Reis ist auf dem Weltmarkt nicht zu bekommen.

Soja: Soja wurde als erste gentechnisch veränderte Pflanze in Europa zugelassen. Soja findet weniger als Bestandteil von Lebensmitteln, sondern vielmehr als Tierfutter Verwendung, ähnlich wie gentechnisch veränderter Mais. Damit gelangt Gensoja in die Nahrungskette und muss daher auch nicht gekennzeichnet werden.

Softdrinks: Auch Cola und Limo können gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe wie Glucosesirup aus Maisstärke sowie Enzyme und Aromen beinhalten.

Tomate: Derzeit sind keine genmanipulierten Tomaten im Handel.

Wein: Enzyme, die verschiedene Produktionsprozesse fördern, sind international im Einsatz und nicht deklarationspflichtig.

Weizen: Die Grundzutat vieler Backwaren ist nicht genmanipuliert im Umlauf.

Wurst: Gentechnik kann über das Tierfutter, über Milchprodukte, Glutamat, Geschmacksverstärker, Aromen, Zuckerstoffe und Stärkemittel den Weg in die Wurst finden.



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