Erstellt 25.10.07, 14:47h, aktualisiert 25.10.07, 18:48h
Das Bildungssystem benachteilige Arbeiterkinder, kritisierte der Bundespräsident. Die Pisa-Bildungsstudien zeigten, dass es in Deutschland nach wie vor ererbte Privilegien gebe. "Anders kann man es doch nicht nennen, wenn vier von fünf Akademikerkindern studieren, aber nur eines von fünf Kindern mit Eltern ohne akademischen Grad", meinte er.
Köhler für weitere Reformen
Köhler mahnte bei einem Festakt zum 250. Geburtstag des preußischen Staatsreformers Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom Stein (1757-1831) weitere Reformschritte in Wirtschaft und Bildung an und warnte vor Besitzstandsdenken. Damit der Staat zukunftsfähig bleibe, reichten die erfolgten Systemwechsel bei Arbeitslosengeld und Sozialhilfe, die Anhebung des Rentenalters und die Modernisierung der Familienpolitik nicht aus.
Dabei mahnte der Bundespräsident auch die globale Perspektive an. Die Menschheit stehe vor der entscheidenden Gestaltungsaufgabe, eine kooperative Weltgesellschaft zu schaffen. Sie müsse von Freiheit, Achtung der Menschenrechte und gegenseitigem Respekt der Kulturen geprägt sein und bewusster mit den natürlichen Ressourcen umgehen. (kna)
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